"Sie sagt: So was verkauft man nicht"

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München - An diesem Samstag locken im Glockenbachviertel wieder die Hofflohmärkte. Das wohl skurrilste Objekt hat Bildhauermeister Rainer Maria Strixner (61) im Angebot.

Alte Möbel, Geschirr, Kleider, Raritäten jeder Art: An diesem Samstag locken im Glockenbachviertel wieder die Hofflohmärkte. Rund 150 Hausgemeinschaften bieten von 10 bis 17 Uhr in ihren Hinterhöfen ihre Waren an.

Das wohl skurrilste Objekt hat Bildhauermeister Rainer Maria Strixner (61) im Angebot: eine Leichenkutsche aus dem Jahr 1860. Das Fahrzeug hat zwar etwas von seiner einst schwarzen Farbe verloren, ist aber sonst gut in Schuss. Vor fast dreißig Jahren hatte der Bildhauer das Gefährt gekauft und in einem Waldstück abgestellt. Ordentlich in dicker Plane verpackt und aufgebockt.

Im vergangenen Jahr holte Strixner die Kutsche zurück nach München. „Es war gar nicht so einfach, sie nach der langen Zeit zu befreien“, erzählt er: „Die Kutsche war von Sträuchern und Bäumen eingewachsen.“ Jetzt steht das morbide Gefährt in einem Unterstand bei Strixners Werkstatt Am Glockenbach. Und der Preis? „Verhandlungssache. Meine Tochter aber sagt, ich spinne. So was verkauft man nicht!“

jam

"Unser München": Münchner Stadtteile im Porträt

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