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Merkur-Kommentar

Nach Vorstandswahl: Den Grünen fehlt ein klares Profil

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Merkur-Redakteur Felix Müller.

München - Die Münchner Grünen haben eine neue Vorsitzende. Warum die nicht zu beneiden ist, kommentiert MM-Redakteur Felix Müller.  

Dem gediegenen Öko- Bürgertum, jungen Gutverdienern, der linken Szene: Die Grünen wollen irgendwie allen gefallen. So etwas bietet Chancen, gefährdet aber auch das Profil einer Partei. Gudrun Lux ist nicht zu beneiden. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 könnte sich die Irgendwie-Alles-Strategie als Bumerang erweisen. Rot-Grün hat Jahrzehnte regiert. Es war das Generationenprojekt der Alt- 68er.

Doch jetzt muss eine neue, glaubhafte Positionierung her. Eine richtige Attacke auf CSU-Bürgermeister Josef Schmid etwa trauen sich die Grünen in der Flüchtlingspolitik nicht. Zu sehr träumen viele Ökos insgeheim von Schwarz-Grün. Offen dafür wirbt aber keiner – man könnte linke Parteifreunde vergraulen. „Transparent“ nennen sich Grüne oft. 2020 sind Mehrheitsverhältnisse denkbar, bei denen die Grünen entscheiden können, mit wem sie ein Bündnis schmieden. Die Grünen sollten früh diskutieren, was sie tun würden – auch, weil der Wähler das wissen will.

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