Serientäter droht schon wieder Knast

Messer-Angriff auf die Mama!

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Hakan E. hatte nach eigener Aussage Wahnvorstellungen

München - Hakan E. saß schon wegen versuchten Mordes und anderer Gewalttätigkeiten im Knast. Kaum auf freiem Fuß, attackierte er seine Mutter mit einem Messer. Die Staatsanwaltschaft hält ihn für schuldunfähig.

Seinen Eltern, grundehrlichen Menschen aus der Türkei, ist er völlig aus dem Ruder gelaufen: Hakan E. (28) beging schon als Jugendlicher einen versuchten Mord, saß deshalb vier Jahre im Knast. Kaum in Freiheit, prügelte er wieder grundlos drauflos, musste wieder hinter Gitter. Und jetzt steht er erneut vor Gericht, weil er seine Mutter mit einem Messer attackiert hat!

Erst hatte Hakan Crystal geschnupft, dann kamen Wahnvorstellungen

Vor Gericht schweigt Hakan E. lieber

Er war nur kurze Zeit in Freiheit, als es in der Nacht zum 21. Januar in der elterlichen Wohnung in Dachau zu einem Drama kam. Hakan schnupfte Crystal und rauchte Spice. Die Drogen lösten bei ihm Wahnvorstellungen aus. „Ich habe jemand zum Fenster reinschauen sehen“, erzählt er vor Gericht. „Ich hatte Angst, dass jemand auf mich schießt.“

Erst weckte Hakan seinen Vater, der ihn beruhigen wollte. Inzwischen war Hakans Mutter erwacht. Es kam zum Streit. Laut Anklage nahm er sie in den Schwitzkasten und drückte so zu, dass sie kaum noch Luft bekam. Dann griff der junge Mann zu einem Messer und fügte ihr eine blutende Wunde an der Schläfe zu!

Richter will Hakan E. nicht mit Psychatrie davon kommen lassen

Zu dieser Tat will Hakan E., der vor Gericht sonst redet wie ein Wasserfall, nichts sagen: „Ich denke an meine Zukunft, deshalb halte ich meine Klappe.“

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte die Tat aufgrund seines Drogenkonsums im „Zustand der Schuldunfähigkeit“ begangen hat. Damit wäre er ein Fall für die Psychiatrie. Doch Vorsitzender Richter Thomas Bott will das nicht durchgehen lassen: Es komme eine Verurteilung wegen „Vollrausches“ in Betracht. Damit droht ihm die gleiche Strafe, als wenn er nüchtern gewesen wäre. Der Angeklagte blafft: „Dann verräumen Sie mich halt für die nächsten paar Jahre!“ Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.

ebu

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