Er wollte mit jungen Frauen protzen

Messer-Attacke auf Luxus-Geliebte

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Das Urteil gegen Hanns Dieter B. (71) wird am Freitag gesprochen

München - Er wird noch viele Jahre im Gefängnis verbringen, das ist dem 71-jährigen Hanns Dieter B. bewusst. Der Rentner hatte auf seine Luxus-Geliebte eingestochen – weil sie ihn total ausgenommen hatte.

Selbst wenn das Schwurgericht dem Antrag seiner Verteidigerin Christina Keil folgt – sie plädierte für acht Jahre Haft wegen versuchten Mordes – wird ihm nicht mehr viel Zeit für ein Leben in Freiheit bleiben. Staatsanwalt Benjamin Lenhart forderte 14 Jahre Knast!

„Ich wollte sie abstechen.“ Das hatte der Angeklagte vor Gericht gestanden. Er sei verliebt gewesen in Katharina K. (43, Name geändert). Es war eine seltsame Liebe: Die Ukrainerin hatte per Inserat einen „großzügigen Herrn“ gesucht. Ihr ging es ums Geld, nicht um Liebe, so der Staatsanwalt: „Sie bot faktisch nichts anderes als sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt.“ Anwältin Keil: „Sie ist eine Prostituierte, die ohne Gewerbeanmeldung tätig ist.“ Das habe auch ihr Mandant gewusst. Doch dann habe es gefunkt. Staatsanwalt Lenhart sieht das nüchterner: „Er wollte mit ihr protzen.“

Von seinen 600 Euro Rente konnte Hanns Dieter B. ihre Ansprüche nicht finanzieren. Neben 2000 Euro für zwei Wochenend-Treffs monatlich finanzierte er ihr Luxus-Reisen und überschüttete sie mit teuren Geschenken. „Finanziert hat er das mit Straftaten“, so Lenhart. Wegen Betrugs ist der 71-Jährige bereits mehrfach vorbestraft. Als Katharina schließlich genug hatte und ihm „Fuck you!“ per SMS schickte, beschloss er sie zu töten. Er fuhr zu ihrer Wohnung und stach 17 Mal mit einem Messer auf sie ein. Durch eine Not-OP konnte Katharina gerettet werden. Das Urteil wird am Freitag verkündet.

Eberhard Unfried

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