Nachbarschaftstreit brutal

Messer-Attacke auf Paulaner-Mitarbeiter

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Geschwächt liegt Ali Y. (46) in der Klinik. Am Montagmorgen war er vor seiner Wohnung mit einem Messer schwer am Rücken verletzt worden.

München - Nachbarschaftsstreit brutal: Weil Paulaner-Schichtarbeiter Ali Y. (46) sich über Lärmterror beschwerte, sind zwei schwere Jungs (52 und 53) auf ihn los gegangen. Jetzt liegt Ali in der Klinik.

In dieser Wohung in der Fischbachauer Straße in Obergiesing eskalierte der Streit. 

Weil die Lunge verletzt ist, musste der Familienvater aus Obergiesing operiert werden. Gegen die Täter ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes! Die ganze Nacht zum Montag hat Ali Y. nicht geschlafen. In der Wohnung über ihm im 1. Stock feiert eine Säufergruppe. Seit Jahren terrorisiert der Mieter das Haus mit seinen Gelagen. „Ich habe kein Auge zugemacht“, so Ali Y. Gegen 3 Uhr nimmt der Gabelstaplerfahrer seinen ganzen Mut zusammen. Er klingelt beim Nachbarn. Plötzlich öffnet der Mieter die Tür. „Könnt ihr bitte leise sein. Ich hab Frühschicht“, bittet Ali Y.  „Doch der hat mich nur beschimpft. Er lebt schon zwölf Jahre hier und lässt sich nichts sagen.“ Dem Mieter kommen zwei Männer aus der Lärm-Wohnung zur Hilfe. Sie gehen mit erhobenen Fäusten auf den Paulaner-Mitarbeiter zu. Ali Y. zieht sich lieber zurück in seine Wohnung. Doch der Lärmterror hört nicht auf. Weil er eh um 5 Uhr zu Paulaner auf den Nockherberg muss, zieht er sich an. Plötzlich  hämmert es gegen seine Tür. „Da hab ich’s mit der Angst zu tun gekriegt.“ Ali packt eine Metallstange und macht auf. „Da standen die zwei Typen von oben vor mir.“ Die Männer schreien ihn an, gehen drohend auf ihn zu. Ali Y. flüchtet von seiner Wohnung im Erdgeschoss nach draußen. Die Männer rennen hinterher.

„Plötzlich spürte ich einen Schlag in den Rücken!“ Ali Y. will sich die Säufertypen vom Leib halten, fuchtelt mit der Eisenstange. Das zeigt Wirkung, sie ziehen sich zurück. „Wir kommen wieder. Dann bist du tot!“ schreien sie noch. Jetzt spürt Ali Y. etwas Warmes seinen Rücken runterlaufen. Blut! Er geht zurück, duscht, klebt ein Pflaster über die Wunde. „Ich dachte mir, ist nicht so schlimm!“ Ali Y. ging davon aus, dass die Wunde vom Schlag stammte, doch es war ein Messerstich!

Er läuft zu Paulaner. Jetzt fängt die Wunde an zu schmerzen. Sein Chef ist  besorgt, schickt Ali Y. in die  Klinik. Die Ärzte entscheiden, ihn zu operieren. „Die Lunge war verletzt.“ Inwischen hat die Polizei von der Messerstecherei erfahren. Sie kann die Täter in einer anderen Wohnung in Obergiesing festnehmen. Die Männer, ein Maler und Lackierer sowie ein Gastro-Mitarbeiter, sitzen jetzt in U-Haft. Sie sind mehrfach polizeibekannt wegen diverser Gewaltdelikten. Ali Y. muss noch ein paar Tage das Bett hüten. Dann will er so schnell wie möglich wieder zu Paulaner. „Ich liebe meinen Job. Und das seit 22 Jahren!“

JAM

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