Auseinandersetzung im Bus

Messerattacke: Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

München - Der Streit in einem Linienbus zwischen zwei Männern endete mit Messerstichen. Ein 19-Jähriger musste ins Krankenhaus. Die Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es am Samstag, 8. September, gegen 18.30 Uhr, im Bereich der Bushaltestelle Humboldt-/Claude-Lorrain-Straße in Untergiesing zu einer Auseinandersetzung. Dabei wurde ein 19-jähriger Iraker von einem 21-jährigen Landsmann mit eine Messer im Hals- und Oberkörperbereich verletzt. Der Mann begab sich zunächst nach Hause und erst einige Stunden später in ärztliche Behandlung in ein Krankenhaus, wo er über Nacht stationär aufgenommen wurde. Der Tatverdächtige konnte unerkannt flüchten. Die Polizei wurde erst eine Stunde nach dem Vorfall verständigt. Der tätlichen Auseinandersetzung vorausgegangen war ein verbaler Streit in irakischer Sprache im Bus der Linie 58, der nach jetzigem Ermittlungsstand durch den Tatverdächtigen, der später zustieg, begonnen wurde. Zu den Hintergründen für den Streit bedarf es noch weiterer Ermittlungen. Nachdem sich die Verletzungen am Sonntag schwerwiegender darstellten, als am Tattag, wurde die Mordkommission München eingeschaltet. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen ermitteln und Montagnacht in einer Gemeinschaftsunterkunft für Ausländer festnehmen.

Die weiteren Ermittlungen der Mordkommission München erhärteten den Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes, so dass durch die zuständige Staatsanwaltschaft Antrag auf Haftbefehl gestellt wurde. Der Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München erließ am 11. September den Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen einen 21-jährigen Iraker.

Der Tatverdächtige räumte in seiner ersten Vernehmung bei der Mordkommission München die Auseinandersetzung ein, will sich aber nur verteidigt haben. Die Ermittlungen dauern an.

Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Insbesondere werden Businsassen gesucht, die den Beginn der Streitigkeiten mitbekommen haben. Auch soll eine männliche Person versucht haben, den Streit zu schlichten und Teile der Tathandlung mittels Handykamera gefilmt haben. Die Angaben sowie die Aufnahmen wären laut Polizei für die Ermittlungen sehr wichtig.

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