Mann in Wohnwagen überrascht

Messerstecher über Opfer: "Er trat mir in den Bauch"

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Marko T. (18) ist wegen versuchten Mordes angeklagt.

München - Ein junger Mann will einen Wohnwagen aufbrechen. Doch darin schläft ein Mann. Als dieser aufwacht und erbost auf den 18-Jährigen losgeht, zückt dieser ein Messer - und sticht zu.

Es sollte nur ein dummer Streich sein, aber er endete beinahe tödlich! „Es tut mir leid. Der Gedanke, einem Menschen beinahe das Leben genommen zu haben, nagt sehr an mir“, sagt Marko T. (18, Name geändert). Er wollte einer Freundin in der Hanauer Straße zeigen, wie man einen Wohnwagen aufbricht – aber der Besitzer erwischte und verfolgte ihn. In Panik rammte Marko T. ihm ein Messer in die Brust. Am Freitag gestand er den versuchten Mord vor dem Landgericht.

An den 16. Mai und an den Wohnwagen erinnert er sich noch genau. „Ich zog an der Scheibe, dann griff ich hinein“, sagt Marko T. Dabei berührt er Manfred N. (Name geändert), der innen schlief. Wütend geht der Besitzer danach auf den jugendlichen Täter los und will die Polizei rufen. „Er trat mir in den Bauch“, behauptet Marko T. „Dann bin ich ausgerastet und habe ihn mit meinem Messer gestochen.“ Laut Anklage aber nicht nur einmal, sondern mehrfach.

Danach flüchtet Marko T. zu einer Freundin. „An mir klebte überall Blut. Ich dachte, ich habe ihn umgebracht.“ Manfred N. hat aber Glück: Im Krankenhaus retten die Ärzte sein Leben. Er soll nun am Montag aussagen. Marko T. droht eine lange Haftstrafe. Er wurde vor der Tat obdachlos, verbrachte die Kindheit im Heim und kiffte schon mit neun Jahren. „Ich kann nicht fassen, dass ich so die Beherrschung verloren habe“, sagt er.

Andreas Thieme

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