Messerstecher-Kellner: Lebenslang hinter Gitter

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Roberto P. (40) ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden

München - Er muss lebenslang hinter Gitter: Kellner Roberto P. (40) ist am Montag vom Münchner Schwurgericht wegen Mordes an seinem Kollegen Luca V. (41) zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

 Er stieß vor einem Jahr im Untergeschoss des italienischen Restaurants Bella Italia in der Sendlinger Straße seinem Opfer unversehens ein Klappmesser ins Herz. Eine Notoperation mit Unterstützung eines Herzchirurgen konnte den Familienvater nicht retten.

Roberto P. wurde von seinen Kollegen als fleißig, aber auch als frech und hitzköpfig geschildert, während das Opfer ein ruhiger Mann gewesen sei. Der 41-Jährige hatte nach einem Streit ums Trinkgeld seit Monaten nicht mehr mit dem Angeklagten gesprochen und dessen Versuche abgeblockt, den Kontakt wiederherzustellen. Verhängnisvoll …

Roberto P. stellte sich dem Kollegen in einem Korridor in den Weg und trat ihm auf den Fuß. „Nachdem das Opfer bisher das Verhalten des Angeklagten ignoriert hatte, wurde es ihm jetzt zu viel“, so der Vorsitzende Richter Michael Höhne . Der folgende lautstarke Streit sei in ein Handgemenge übergegangen. Ein Kollege trennte die Streithähne. Doch Roberto P. holte sein Messer, verfolgte das Opfer in den Keller und „stach wortlos, wuchtig und schnell“ zu, wie es im Urteil hieß.

Der 40-Jährige habe die Stichwaffe gezielt eingesetzt, um seine körperliche Unterlegenheit auszugleichen, sagte der Richter. Damit habe Roberto P. heimtückisch getötet. Das Motiv Wut sei „nachvollziehbar“. P. hat sich bei den Angehörigen des Opfers entschuldigt und dessen drei Kindern 5000 Euro zukommen lassen.

tz

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