Streit im Kunstpark artet aus

Messer in Rücken gerammt: Prozess

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Gibt den Messerstich vor Gericht zu: Bujar H.

München - Eigentlich war es zunächst eine harmlose Meinungsverschiedenheit in der Kultfabrik. Doch unter dem Einfluss von Alkohol eskalierte der Streit zwischen zwei Kosovo-Albanern. Am Ende hatte einer ein Messer im Rücken!

Eigentlich war es zunächst eine harmlose Meinungsverschiedenheit — wie häufig zu nächtlicher Stunde im Kunstpark. Doch unter dem Einfluss von Alkohol eskalierte der Streit zwischen zwei Kosovo-Albanern zu einer Schlägerei. Am Ende hatte einer ein Messer im Rücken! Wegen versuchten Mordes muss sich jetzt Bujar H. (26) vor dem Schwurgericht verantworten.

Nachdem es am 26. Mai 2013 im Q-Club um 5.45 Uhr zu der Schlägerei gekommen war, setzten die Security-Leute die beiden Streithähne an die frische Luft. Der 34-jährige Xhevdet K. hatte sich schon wieder beruhigt und unterhielt sich draußen mit anderen Leuten. Doch Bujar H., der offensichtlich den Kürzeren gezogen hatte, sann auf Rache und zog ein Messer. Staatsanwältin Nicole Selzam in ihrer Anklage: „Der Angeklagte näherte sich schnell von hinten und stach ihm mit dem Einhandmesser wuchtig in die rechte Nierengegend. Dabei nahm er den Tod des Geschädigten zumindest billigend in Kauf.“

Das Opfer hatte Glück, dass die acht Zentimeter lange Klinge nicht in ein lebenswichtiges Organ eindrang. Unter der Tat leidet Xhevdet K., der als Nebenkläger auftritt, noch heute.

Der Angeklagte gibt vor Gericht den Messerstich in den Rücken seines Gegners zu. Er bestreitet jedoch eine Tötungsabsicht. Seit dem Balkan-Krieg sei er traumatisiert, trug Buja H. vor. Er habe selbst gesehen, wie serbische Freischärler einer Mutter das Kind entrissen hätten: „Sie haben es vor ihren Augen mit Benzin übergossen und angezündet.“

Ebu

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