Münchner Gymnasiasten funken ins Weltall

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Die ISS-Astronauten (zu sehen auf den Computermonitoren) funkten zurück 

München - Nach einem Jahr Vorbereitung waren die Schüler des Luitpold Gymnasiums einem Astronauten der ISS für ein paar Minuten ganz nah. Per Funk.

Donnerstag, 17. März, 15.07 Uhr am Münchner Luitpold Gymnasium. „Delta November Two Mike Quebec Tango. Calling Oscar Romeo for International Space Station. Do you copy?“ sagt Phil, ein Schüler aus der 12. Klasse, laut und deutlich in das Mikrofon. Am anderen Ende der Leitung rauscht es. Gebannte Stille im Funkraum der Schule. Phil meldet sich ununterbrochen weiter an.

Um 15.10 Uhr, meldet sich endlich seine Stimme. Paolo Nespoli, Astronaut auf der Internationalen Raumstation (ISS), ist den Schülern live zugeschaltet.

Er steht den 20 brennenden Fragen der Schüler Rede und Antwort. Alles muss sehr schnell gehen, denn die ISS fliegt mit 28 000 km/h und ist nur knapp zehn Minuten erreichbar. Das ist das Ergebnis des Mega-Projekts um Physiklehrer Joachim Hoffmüller und dem Deutschen Amateur Radio Club (DARC).

"Hubble": Die schönsten Bilder aus dem All

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Lizzie (14) fragt nach der Lautstärke im Weltall, worauf Nespoli meint: Es gäbe keinen Autolärm und auch sonst keine lauten Geräusche. Thilo aus der 8. Klasse fragt nach dem Kontakt zur Familie, worauf Nespoli meint, er würde jede Woche per Videokonferenz mit seiner Familie kommunizieren. „Wie ist das Gefühl beim Start?“ möchte Dariush aus der 8. Klasse wissen. „Es ist ein sehr gutes Gefühl und man wird in das Raumfahrzeug gepresst.“ so der 57-Jährige.

Die Zeit rast und Paolo Nespoli auf der ISS ebenso. Nach neun Minuten wird die Stimme des Astronauten von immer stärker werdendem Rauschen übertönt. Auf einmal ist sie weg. Aber Joachim Hoffmüller, die Funker des DARC und 20 Schüler waren dem Astronauten ganz nah.

Alexander Küpper

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