Günther Sigl über Song glücklich

„Das war der Hammer!“ Metallica mit großzügiger Spende an die Münchner Tafel

+
Einmalige Begegnung: Hannelore Kiethe und Gregor Tschung nahmen in den Katakomben der Olympiahalle von den Metallica-Mitgliedern den Scheck entgegen. Von links in Schürze: Bassist Robert Trujillo, Gitarrist Kirk Hammett, Schlagzeuger Lars Ulrich und Sänger James Hetfield.

Die US-Band „Metallica“ hat nicht nur 15.000 Fans in der Olympiahalle begeistert – sondern auch großzügig gespendet: 14.250 Euro für die Münchner Tafel.

Die US-Band „Metallica“ hat nicht nur 15.000 Fans in der Olympiahalle begeistert – sondern auch großzügig gespendet: 14.250 Euro für die Münchner Tafel. Und noch jemand war glücklich: Günther Sigl von der Spider Murphy Gang. Metallica gaben deren Hit „Skandal im Sperrbezirk“ zum Besten.

Für Tafel-Chefin Hannelore Kiethe und Tafel-Sprecher Gregor Tschung war es eine ganz besondere Begegnung. In den Katakomben der Olympiahalle trafen sie die bekannteste Rockband der Welt und nahmen den Scheck entgegen. Der Konzertbesuch war natürlich inklusive, Metallica bekam im Gegenzug Tafel-Schürzen um die Hüften. „Wir sind zugegebenermaßen keine Metal-Fans“, sagt Tschung. „Aber das war der Hammer!“ Auch Kiethe schwärmt: „Ich bin begeistert von der Herzlichkeit, mit der wir von diesen Weltstars empfangen wurden.“

Lesen Sie auch: Konzertkritik: Metallica präsentieren München eine irrwitzige Überraschung

Seit 37 Jahren gibt es die Band aus San Francisco. Die Musiker um Sänger James Hetfield haben 110 Millionen Alben verkauft. Was viele nicht wissen: Vor einem Jahr gründete Metallica die Stiftung „All within my hands“. Ein großes Ziel: der Kampf gegen den Hunger. Momentan ist die Band auf Europa-Tour. Und vor jedem Konzert wird eine Organisation vor Ort beschenkt. In Hamburg etwa die Hamburger Tafel, in Stuttgart das Cannstatter Jugendhaus. Erst am Freitag vor einer Woche hatte die Münchner Tafel von ihrem Glück erfahren. „Am Montag hatten wir dann die Idee, für die Band Schürzen unserer Tafel besticken zu lassen, wie sie unsere Helfer tragen.“

„Total locker, ganz ohne Starallüren“

Und wie waren die Rocker persönlich? „Total locker, völlig normal, ganz ohne Starallüren“, sagt Tschung. Demnächst will die Band in San Francisco selbst Essen verteilen. „Schade, dass sie das bei uns nicht gemacht haben, das wär’s noch gewesen“, schmunzelt Tschung.

Auch für Ober-Spider Günther Sigl (71) hatte Metallica was dabei: Bassist Robert Trujillo gab plötzlich den Hit „Skandal im Sperrbezirk“ zum Besten – in teils lustigem Deutsch, aber zur Begeisterung der Fans, die ihn gesanglich unterstützten. „Metallica hat echt unser Lied gespielt. Wahnsinn“, sagt Günther Sigl. „Das ist eine Ehre.“ Sein Sohn Philipp war selbst in der Olympiahalle. Er ist Metallica-Verehrer. Die Band spielt auf Tour immer einen Hit aus der jeweiligen Stadt. In Wien war es „Rock me Amadeus“ von Falco.

Aber es gab auch Ärger. Rund 150 Besucher waren auf Ticketfälscher reingefallen. Auch mit regulären Tickets kam nicht jeder rein. Denn die Tickets waren personalisiert, Einlass gab es nur gegen Vorlage des Ausweises. Wer also die Karte von einem Freund bekommen oder sie etwa bei Ebay gekauft hatte, der hatte das Nachsehen. Ein englischsprachiger Fan hatte offenbar eine Karte von einer Heidi Huber (Name geändert) bekommen. Verzweifelt stand er vor der Halle und rief: „I need a Heidi Huber!“ Ob er eine gefunden hat, die ihn reinbrachte, ist unbekannt.

Von Andreas Stinglwagner, Armin Geier, Steffi Wegele und Wolfgang Hauskrecht

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Sie kann ihr Cabrio nicht mehr fahren - der Grund dafür klingt unglaublich
Sie kann ihr Cabrio nicht mehr fahren - der Grund dafür klingt unglaublich
Irre Wende im O-Bike-Skandal: Nun setzt ein Händler Kopfgeld auf die Fahrräder aus 
Irre Wende im O-Bike-Skandal: Nun setzt ein Händler Kopfgeld auf die Fahrräder aus 
Fatale Fehlerkette in München: Darum mussten Kinder zum Schulstart am Boden kauern 
Fatale Fehlerkette in München: Darum mussten Kinder zum Schulstart am Boden kauern 
Ballermann an der Isar: Anwohner beschweren sich über „rechtsfreie Räume“
Ballermann an der Isar: Anwohner beschweren sich über „rechtsfreie Räume“

Kommentare