"Krisensituationen der Zukunft"

Metropolregion München wächst - aber ungleichmäßig

München - Wie entwickeln sich München und das Umland? Was wünschen sich die Menschen für Arbeit, Beruf und Mobilität? Wissenschaftler der TU München wollen das mit einer großen Online-Studie rausfinden.

Die Region um München wird nach Ansicht von Wissenschaftlern der Technischen Universität auch in Zukunft weiter wachsen - aber nicht überall. Seit 2011 stieg die Zahl der Einwohner in der Metropolregion, die auch die Städte Ingolstadt, Landshut, Augsburg und Rosenheim und umliegende Landkreise mit einbezieht, um rund zwei Prozent (plus 130.000 Menschen). Das teilte der TU-Professor für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung, Gebhard Wulfhorst, am Dienstag in München mit.

Allein die bayerische Landeshauptstadt wuchs in der Zeit um 43.000 Einwohner. „Die Tendenz ist weiter zu erwarten“, sagte der Ministerialrat der Obersten Baubehörde, Stephan Lintner. In rund einem Fünftel der 775 Gemeinden in der Region sank nach Angaben der Forscher die Einwohnerzahl dagegen aber seit 2011. Und dabei ist nicht nur ein Stadt-Land-Gefälle zu beobachten. Auch benachbarte Gemeinden entwickeln sich demnach sehr unterschiedlich.

Während beispielsweise die Gemeinden Oberpframmern, Bruck und Glonn im Landkreis Ebersberg um zwischen 5 und 5,5 Prozent wuchsen, ging die Einwohnerzahl in der Gemeinde Baiern (ebenfalls Landkreis Ebersberg) um 0,1 Prozent zurück.

Hier geht's zur Befragung

Um herauszufinden, woran derartige Phänomene und wo „Krisensituationen der Zukunft“ liegen, haben die TU-Wissenschaftler eine Online-Umfrage ins Netz gestellt. Sie richtet sich an Menschen, die in den vergangenen Jahren in die Region gekommen oder innerhalb der Region umgezogen sind oder ihren Arbeitsplatz gewechselt haben. Durch die Studie soll herausgefunden werden, wie sich die Bevölkerung und ihre Bedürfnisse entwickeln.

Die Forscher wollen die Studie als Grundlage für ihre Empfehlungen an die Politik nehmen. Die Ergebnisse, die auch Interviews und weitere statistische Auswertungen umfassen, sollen im Frühjahr 2016 vorliegen. Die Wissenschaftler hoffen auf bis zu 15.000 Teilnehmer an der Online-Umfrage. Bislang haben rund 1000 Menschen den Fragebogen im Internet ausgefüllt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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