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Wegen Krieg in der Ukraine: Neue Debatte um Sirenen in München - Wie warnt die Stadt im Ernstfall?    

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Von: Sascha Karowski

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Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach.
Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach. © Büttner/dpa

Die Stadt München sucht weiter nach Möglichkeiten, Bürger im Ernstfall zu warnen. Dabei könnten auch Sirenen wieder ein Thema werden.

München - Es ist erst zwei Jahre her, da informierten Lautsprecherdurchsagen die Münchner, dass sie wegen der Pandemie doch möglichst das Haus nicht verlassen sollten. Seitdem ist eine Debatte darüber in Gang, wie die Bevölkerung gewarnt werden kann. Die Stadt will bessere Warn-Möglichkeiten prüfen, der Stadtrat hätte sich am Dienstag mit dem Thema befassen sollen, die Sitzung des Kreisverwaltungsausschusses (KVA) fällt aber aus.

Münchens CSU-Vize Hans Theiss: Netz von Sirenen dürfte am effektivsten sein

Zuletzt kam Bewegung in die Diskussion, als am bundesweiten Warntag am 10. September 2020 in München keine einzige Sirene zu hören war. Grund: Sie wurden nach Ende des Kalten Kriegs nach und nach abgebaut. Eingedenk des Krieges in der Ukraine erfahre das Thema nun wieder Aktualität, sagt CSU-Vize Hans Theiss: „Ein ertüchtigtes Netz von Sirenen dürfte am effektivsten sein, da so wirklich alle Menschen erreicht werden können. Ein weiteres Argument hierfür ist, dass eine neue Art Kalter Krieg bevorsteht, wie der Ukraine--Krieg schmerzhaft zeigt.“

Münchens Grünen-Vize Dominik Krause: Aktuelle Weltlage macht eine Prüfung notwendig

Er befinde sich zu dem Thema bereits im Austausch mit der Branddirektion, sagt SPD-Vize Christian Vorländer. „Wir werden uns mit den Experten beraten und um eine Einschätzung bitten, was aus deren Sicht wichtig ist.“ Das soll zur nächsten Sitzung des KVA geklärt werden. Grünen-Vize Dominik Krause sagte am Sonntag: „Angesichts der aktuellen Weltlage scheint es uns zeitgemäß zu prüfen, wie es um das Thema Zivilschutz - dazu gehören auch die Möglichkeiten zur Bevölkerungswarnung - in München bestellt ist. Das wollen wir in den nächsten Monaten tun.“

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