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Beliebter Münchner Arzt stirbt beim Schnorcheln

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Dr. Dietmar Talsky

München - In einer Gemeinschaftspraxis an der Leopoldstraße kümmerte sich Dr. Dietmar Talsky um unzählige kranke Menschen. Ihm selbst konnte jetzt leider niemand mehr helfen.

Er war Arzt aus Berufung – ein beliebter Orthopäde der alten Schule, der sich noch Zeit für seine Patienten nahm. In einer Gemeinschaftspraxis an der Leopoldstraße investierte Dr. Dietmar Talsky viel Kraft und Können in kranke Menschen – obwohl er mit 67 Jahren längst das Rentenalter erreicht hatte. Ihm selbst konnte leider niemand mehr helfen: Dr. Talsky kam jetzt bei einem tragischen Badeunfall in Mexiko ums Leben.

Das Drama am Traumstand – es geschah bei Tulum. Ein herrliches Fleckerl Erde, das Touristen auch wegen seiner bekannten Maya-Ausgrabungen magisch anzieht. Der frühere Chefarzt der Orthopädie im Münchner Bundeswehr-Krankenhaus war zum Schnorcheln ins Wasser gegangen. „Das liebte er“, erzählt seine Tochter Julia, „mir hat er das Schnorcheln schon als kleines Mädchen beigebracht.“ 

Während Talsky die aufregende Unterwasserwelt erforscht, genießt seine Ehefrau am Strand das oberirdische Paradies. Plötzlich bewegt sich ihr Mann nicht mehr. Rettungsschwimmer bringen ihn an den weißen Strand. Kein Puls. Die Ersthelfer versuchen, ihn ins Leben zurückzuholen – vergeblich. Nach Darstellung der mexikanischen Behörden ist er ertrunken.

Daran haben seine Angehörigen allerdings Zweifel: „Wir vermuten eher, dass er einen Herzanfall erlitten hat“, erklärt Tochter Julia. Am Mittwoch ist Talskys Leichnam nach München überführt worden. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion in Auftrag gegeben.

Tasky hinterlässt neben seiner Ehefrau drei Töchter und drei Enkelkinder. „Die Familie war sein Ein und Alles“, erinnert sich Julia. „Papa hatte für jedes Problem eine Lösung, ihn habe ich immer als Erstes angerufen, wenn ich nicht mehr weiterwusste. Ganz egal, wer Hilfe brauchte – jeder hat sie von ihm bekommen. Un dafür stellte er nie Bedingungen.“

Zusammenhalt war Dr. Talsky einfach wichtig. Das honorierten auch seine Patienten mit großem Vertrauen.

Andreas Beez

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