Wegen Restaurant

Promi-Wirt Käfer zieht gegen Detektei vor Gericht

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Michael Käfer in seinem Restaurant.

München - Ärger im Restaurant Käfer. Nachdem Kellner die Rechnungen fälschten, befindet sich Wirt Michael Käfer nun im Streit mit den beauftragten Detektiven.

„Es war für uns ein Schock, als das herauskam. Wir waren natürlich sehr enttäuscht. Aber es waren nur einzelne schwarze Schafe, die das getan haben“, sagt Michael Käfer. In seinem Promi-Restaurant in der Prinzregentenstraße verdienen die Kellner wahrscheinlich das üppigste Trinkfeld in der ganzen Stadt. Drei von ihnen haben dennoch über Monate die Rechnungen gefälscht und in die eigene Tasche gewirtschaftet. Zum Nachteil von Michael Käfer! Der wunderte sich über das Loch in der Kasse und beauftragte Detektive, die Sache aufzuklären. Mit Erfolg: Die kriminellen Kellner wurden dingfest gemacht. „Der Schaden beläuft sich auf rund 60 000 Euro“, sagt der Promi-Wirt. 

Für ihn hörte der Ärger damit aber nicht auf. Denn mit den Detektiven, die auf Abrechnungs- und Buchungssysteme spezialisiert sind, hatte Käfer eine Erfolgsprämie ausgehandelt: Die Spezialisten sollten rund ein Fünftel der Schadenssumme von ihm erhalten - und sehen diese plötzlich aber viel höher: und zwar bei bis zu 100 000 Euro. Weil Käfer so viel aber nicht zahlen wollte, ging die Sache jetzt vor Gericht. Im Prozess am Montag wurde mit Zahlen jongliert - eine Einigung ist aber noch nicht in Sicht. Das Landgericht schlug einen Kompromiss vor. Einigt sich Käfer aber nicht mit Leonardo D‘Abundo, dem Geschäftsführer der Detektei, könnte sich der Prozess in die Länge ziehen. Der nächste Verhandlungstag ist im November. 

Michael Käfer ärgert sich, dass es überhaupt zum Streit kam. „Man hätte sich sicher einigen können.“ Ihm ist wichtig: „Es wurde nie ein Kunde beschummelt, nur unsere Schänke.“

thi

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