1. tz
  2. München
  3. Stadt

Miet-Markt in München: So wollen Stadträte Bürgern bei der Wohnungssuche helfen - „Ans Leben anpassen“

Erstellt:

Von: Sascha Karowski

Kommentare

Münchner sollen einfacher in bedarfsgerechte Wohnungen kommen.
Münchner sollen einfacher in bedarfsgerechte Wohnungen kommen.  © dpa (Symbolbild)

Mehr Münchner sollen in bedarfsgerechte Wohnungen gebracht werden. Dazu fordern CSU und Freie Wähler die städtischen Wohnungsbauer GWG und Gewofag auf, genauer hinzuschauen.

München - Die städtischen Wohnungsbauer GWG und Gewofag sollen den Wohnbedarf ihrer Mieter genau ermitteln und gegebenenfalls proaktiv bedarfsgerechte Wohnungen oder auch Tausch anbieten. Das fordern CSU und Freie Wähler. Das soll zur schnelleren Reduzierung der langen Wartelisten beitragen.

Miet-Markt München: GWG und Gewofag überprüften den Anspruch nach Einzug nicht mehr

Wer eine der begehrten sozial geförderten Wohnungen in München erhält, muss derzeit beim Vergabeverfahren seinen Bedarf angeben. Daraus wird ein Anspruch errechnet, der aber in der Folge nie wieder geprüft wird, sagen die Stadträte. Das bedeutet: Wenn Kinder ein- oder ausziehen, Paare sich finden oder sich trennen oder sich ganz generell die Lebensumstände ändern, gibt es keine Möglichkeit, die Wohnsituation daran anzupassen.

So gebe es viele Familien, die händeringend mehr Platz suchen – und viele ältere Menschen, die mit weniger Platz auch weniger Arbeit hätten. Geht es nach CSU und Freien Wählern sollen Mieter die Wohngesellschaften über Änderungen der Personenzahl informieren. Wenn sich daraus ergibt, dass die vorhandene Wohnung zu klein oder zu groß ist, sollen GWG und Gewofag den Mietern ein Angebot zum Umzug vorlegen. Dieses anzunehmen ist natürlich freiwillig. Gleichzeitig soll neben eines gleichbleibenden Quadratmetermietpreises, die Hilfe bei Umzugsplanung und -finanzierung garantiert werden. Die bereits bestehende Wohnungsbörse soll in das neue Angebot integriert werden.

Miet-Markt in München: CSU-Chef will für „möglichst viele Menschen passende Wohnung finden“

„Die Wohnung sollte sich an das eigene Leben anpassen – nicht umgekehrt“, sagt Fraktionschef Manuel Pretzl (CSU). Wer zu wenig oder zu viel Platz hat, fühle sich daheim nicht wohl. „Wir möchten erreichen, dass möglichst viele Menschen die für sie passende Wohnung finden.“

Auch interessant

Kommentare