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Miet-Schock in München: Preise für Neubau-Wohnungen heftig gestiegen - so groß ist der Unterschied zum Bestand

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Von: Andreas Thieme

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Die Umsätze am Immobilienmarkt in Bayern sind im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen (Symbolbild).
Die Umsätze am Immobilienmarkt in Bayern sind im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen (Symbolbild). © Heinz Gebhardt / IMAGO

Die Immobilienpreise in München werden immer schlimmer. Eine neue Studie kommt jetzt zum Ergebnis, dass in der Landeshauptstadt vor allem Neubau-Wohnungen heftig zu Buche schlagen.

München -  Die Mieten in München steigen und steigen. Und viele Bürger fragen sich: Wer soll das noch bezahlen? Eine neue Studie hat jetzt die Preis-Unterschiede für Neubau- und Bestandswohnungen untersucht. Das Ergebnis: München ist deutschlandweit ganz oben mit dabei.

Konkret sei eine Neubauwohnung rund 270 Euro teurer als der Bestand. So werden in vielen Fällen 1500 Euro Euro monatlich oder teilweise auch mehr Miete fällig - je nach Lage der Wohnung. Hier macht es in München natürlich einen großen Unterschied, ob man in Giesing oder in Schwabing wohnt. München wieder mal Spitzenreiter bei den landesweiten Mieten! Vor der Landeshauptstadt liegt in der benannten Statistik nur noch Frankfurt: Dort fallen sogar 280 Euro Unterschied zwischen Neubau- und Bestandswohnungen an.

Berlin dagegen liegt hinter München. Hier beträgt der Unterschied 260 Euro, in sind es 250 Euro. Günstiger wird es im Westen: In Dortmund sind Neubauwohnungen rund 160 Euro teurer als Bestandswohnungen, in Düsseldorf sind es 170 Euro. Bezogen auf deutsche Großstädte sind die Aufpreise für Neubauten hier laut der Studie am geringsten

München: Preis-Unterschied zwischen Neubau und Bestand liegt bei 270 Euro

Wer sich für eine Neubauwohnung entscheidet, habe zwar eine moderne Bleibe, zahlt meist aber mehr Miete als für eine Bestandsimmobilie. Bei der Höhe des Aufpreises bestehen allerdings große Unterschiede zwischen den einzelnen Städten. München liegt hier ganz weit oben im Ranking: Für eine Neubauwohnung mit 80 Quadratmetern zahlen Mieter in der Isar-Metropole monatlich 1.610 Euro. Eine vergleichbare Bestandswohnung kostet hingegen 1.340 Euro, was den besagten Preisunterschied von 270 Euro ergibt.

Nur Frankfurt liegt noch knapp darüber: Für drei Zimmer auf 80 Quadratmetern zahlen Mieter eine Angebotsmiete bei einer neuen Wohnung von aktuell bei 1.330 Euro, während eine vergleichbare Bestandswohnung 1.050 Euro Miete kostet - ein Unterschied von 280 Euro. Das zeigt die Analyse von immowelt, in der die Preise bei Neuvermietung von Bestands- und Neubauwohnungen (Baujahr 2019 und jünger) im 2. Quartal 2022 verglichen wurden.

Miete in München: Die Energiestandards von Neubauten können die heftigen Mietpreise aufwiegen

Betrachtet man die prozentualen Mietpreisunterschiede zwischen Bestands- und Neubauwohnungen liegt Berlin mit 33 Prozent sogar auf Platz 2. Höher fällt der prozentuale Unterschied nur in Dresden aus, wo Mieter 38 Prozent mehr für eine Neubauwohnung zahlen müssen, das Preisniveau aber auch deutlich niedriger als in den teuren Metropolen ist.

Wichtig zu wissen: Wohnungssuchende sollten jedoch beachten, dass die höheren Energiestandards von Neubauten die Aufpreise bei der Miete durch geringere Nebenkosten aufwiegen können. So sparen Mieter von Neubauwohnungen etwa dank oftmals besserer Dämmung bei den Heizkosten, was angesichts der rasant steigenden Energiepreise einen großen finanziellen Vorteil bedeuten kann.

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