Miet-Schock: SPD schäumt

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Wärmedämmung ist auf Mieten umlegbar.

München - Kanzlerin Angela Merkel hat eingeräumt, dass durch das Energiekonzept der schwarz-gelben Bundesregierung höhere Kosten auf die Mieter zukommen. „Das findet natürlich auf den ersten Blick nicht jeder gut“, vermutet sie. Das ist untertrieben.

 Die Kritiker sind auch auf den zweiten Blick entsetzt über das Vorgehen der Regierungschefin. „Ihre Ahnungslosigkeit in Sachen Mietrecht und Miethöhe ist erschreckend“, schimpft der Münchner SPD-Vize Roland Fischer. Die elf Prozent der energetischen Modernisierungskosten, die auf die Mieter umgelegt werden können, seien „mehr, als man je beim Heizen sparen kann“.

Der Mieterverein rechnete aus, dass es die Mieter einer 62-Quadratmeter-Wohnung in bis zu 248 Euro Erhöhung zu befürchten hätten. Fischer weist auf die ohnehin schon „phantastische Höhe“ der Münchner Mieten hin. Statt der Belastung der Mieter fordert Fischer erheblich mehr Fördergelder und Steuererleichterungen für Wohnungsbau und Gebäudesanierung.

„Die Regierung muss sicherstellen, dass Vermieter als erstes diese Gelder abrufen und die Kosten nicht, weil’s weniger umständlich ist, den Mietern aufhalst.“ Dazu müsste auch das Antragsverfahren vereinfacht werden.

BW

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