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Billigere Mieten durch Corona? Deutschland-Erhebung bringt Klarheit - München-Platzierung nicht überraschend

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Von: Elena Royer

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Corona hat nicht zu einer Entspannung auf dem deutschen Wohnungsmarkt geführt. Die Mieten sind sogar stärker gestiegen als 2020.

München - 2021 sind die Mieten in Deutschland stärker angestiegen als 2020, nämlich um 4,1 Prozent. Das ergibt eine Erhebung des Portals ImmoScout24. Das Unternehmen hat deutschlandweit Mietpreise und -angebote verglichen.

So viel kostet Wohnen: München deutschlandweit auf Platz eins

Den vergleichsweise stärksten Anstieg gab es bei den Preisen in Berlin. Dort seien die Mieten von 4,2 Prozent auf 6 Prozent gestiegen. In der Bundeshauptstadt müsse man aktuell 10,59 Euro Miete pro Quadratmeter berappen. Trotz dieses Anstiegs zählt Berlin weiterhin zu den günstigsten Metropolen. 741 Euro netto kalt zahle man dort für 70 Quadratmeter. In Hamburg habe sich die Miete mit einem Plus von nur 2,9 Prozent auf immerhin 12,04 Euro pro Quadratmeter gesteigert. Wenig überraschend: München belegt wieder einmal den ersten Platz. Dort seien die Mieten im Vergleich zu 2020 um 3,5 Prozent gestiegen. Daraus ergibt sich ein Quadratmeterpreis von mehr als 16 Euro. Eine Wohnung mit 70 Quadratmetern kostet in der bayerischen Landeshauptstadt also etwa 1139 Euro.

Nachfrage bei Wohnungen viel größer als Angebot

Die Zahl der durchschnittlichen Anfragen pro Inserat und Woche habe sich in Berlin von 99 im dritten Quartal auf 174 im vierten Quartal erhöht. In Köln sei die Nachfrage im selben Zeitraum von 46 auf 70 Anfragen gestiegen. Und in München kämen im Schnitt 41 Anfragen auf ein Bestandinserat. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main seien es nur 15.

Wohnen in München: Wie weit steigen die Mieten noch?

Laut ImmoScout24 wird es in diese Jahr keine Entlastung geben. Im Gegenteil: Für Berlin prognostiziert das Unternehmen eine Preissteigerung von acht Prozent für Bestands- und sieben Prozent für Neubau-Mietwohnungen innerhalb der nächsten zwölf Monate. Für Köln wird ein Plus von drei Prozent erwartet. München hingegen lasse aufgrund des hohen Preisniveaus kaum Spielraum für Preissteigerungen zu. Dort werden die Preise im Bestandssegment im kommenden Jahr wohl auf dem selben Niveau bleiben.

In München zu wohnen, ist war meist sehr teuer. Doch es geht auch anders. So viel bleibt in München nach Abzug der Miete vom Gehalt übrig. Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole.

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