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Mieter-Angst in Schwabing: Mit diesem Trick wollen Grüne und SPD Anwohner vor Vertreibung schützen

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Von: Sascha Karowski

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Mieter in der Farinellistraße haben Angst vor Gentrifizierung
Mieter in der Farinellistraße haben Angst vor Gentrifizierung. © Bodmer

Um weitere Mieter in Schwabing zu schützen, wollen Grüne und SPD das Erhaltungssatzungsgebiet ausweiten. Hintergrund ist, dass Anwohner der Farinellistraße aktuell Angst vor Gentrifizierung haben.

München - Ein Investor kauft ein Gebäude, will sanieren oder umbauen - und die Mieter haben Angst! In München wiederholt sich diese unendliche Geschichte allenthalben, zuletzt in Schwabing, in der Farinellistraße (wir berichteten). Grüne und SPD im Rathaus wollen alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, um den Schwabinger Mietern zu helfen. Dazu soll das Erhaltungssatzungsgebiet rund um den Hohenzollernplatz und die Hiltenspergerstraße ausgeweitet werden.

Schwabing: Erhaltungssatzungsgebiet soll ausgeweitet werden, um mehr Mieter zu schützen

Seit 2018 schon gilt die jetzige Erhaltungssatzung: Schwabinger Mieter, die rund um den Hohenzollernplatz, in Teilen der Clemensstraße, der Hiltenspergerstraße und der Schleißheimer Straße wohnen, sind bereits geschützt. Dasselbe müsse auch für die Nachbarn in den umliegenden Gebieten gelten, finden Grüne und SPD.

Gerade von dort hätten sich zuletzt immer wieder Betroffene gemeldet. So auch die Mieter aus der Farinellistraße 10 und 12 sowie der Friedrich-Loy-Straße 1. Der Vermieter verspricht zwar, dass er die Wohnungen im Bestand halten will, habe aber gleichzeitig Wohnungen zum Verkauf angeboten, alle für mehr als eine Million Euro. Das Angebot sei inzwischen zurückgezogen, aber sicher könnten sich die Mieter nicht fühlen.

Hotspot Schwabing: „Dem müssen wir Einhalt gebieten, damit Normalverdiener im Viertel leben können“

„Wir wollen sie aber noch besser schützen“, sagt Simone Burger (SPD). In Schwabing sei einer der Hotspots für Luxusmodernisierungen, für die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und für den spekulativen Verkauf von Häusern. „Dem müssen wir Einhalt gebieten, damit Normalverdienende weiter im Stadtviertel leben können.“

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