Zigtausende betroffen

Mieter-Schock: GBW wird verkauft

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Ein neuer GBW-Block im Arnulfpark

München - Die soziale Wohnungsgesellschaft GBW wird den Heuschrecken zum Fraß vorgeworfen. Zigtausende sind betroffen. Bald drohen Mieterhöhungen, Luxus-Sanierungen und Kündigungen!

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Der Albtraum der Münchner Mieter wird wahr: Die soziale Wohnungsgesellschaft GBW mit 10 000 Apartments in München und weiteren 20 000 im Rest des Freistaats wird den Heuschrecken zum Fraß vorgeworfen! „Das ist das Schlimmste, was ich befürchtet habe“, sagt Mieterpräsidentin Beatrix Zurek der tz. Bald drohen Mieterhöhungen, Luxus-Sanierungen und letztlich Kündigungen!
Die Bombe ließ Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) am Dienstag platzen, als er die Umstrukturierung der Bayerischen Landesbank verkündete: Der Bank gehört die Wohngesellschaft nämlich bisher. Doch 2008 war sie derart an den Abgrund geraten, dass der Freistaat sie mit zehn Milliarden Euro rettete. Diesen Eingriff wiederum musste die EU nachträglich genehmigen. Die Auflage lautet: Die BayernLB muss bis 2019 fünf Milliarden Euro abstottern. Experten taxieren allein ihre Wohngesellschaft GBW auf über eine Milliarde Euro.

Söder sagte, die EU fordere ein Bieterverfahren für die GBW, an dem sich auch private Investoren beteiligen dürfen. Ein Kauf durch den Freistaat sei ausgeschlossen, allerdings könnten sich betroffene Städte beteiligen. Die Mieter versuchte Söder zu beruhigen: Man werde nur mit der Auflage verkaufen, dass die hohen Sozialstandards erhalten bleiben. Der Kauf sei für Heuschrecken uninteressant. Söder selbst hatte aber vor Wochen eingeräumt, dass Schutzklauseln höchstens zehn Jahre garantiert werden.

„Und bis dahin wird nichts mehr renoviert. Dann steigt die Miete, wird luxussaniert und in Eigentum aufgeteilt“, ärgert sich Zurek. „Die haben zehn Milliarden Euro verzockt. Und jetzt müssen die Mieter leiden!“

DAC/PV

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