Auf Polizisten heißes Wasser geschüttet

27-Jähriger tickt aus und zündet Wohnung der Mutter an

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Ein 27-Jähriger hat seine Mutter bedroht und deren Wohnung in Milbertshofen angezündet.

München - Ein 27-jähriger Sudanese hat seine Mutter bedroht und deren Wohnung in Milbertshofen angezündet. Auch vor den Polizisten machte er keinen Halt. 

Der Mann wohnt laut Polizeibericht derzeit bei seiner Mutter in deren Zwei-Zimmer-Wohnung und schläft auf dem verglasten Balkon auf einem Klappbett.

Am Sonntag tickte er aus bisher noch nicht bekannten Gründen aus und bedrohte seine 58-jährige Mutter mit einem Messer. Die Frau flüchtete und alarmierte die Polizei. Der 27-Jährige randalierte in der Wohnung und zerschlug Möbel. Als die Polizei vor der Tür stand, öffnete er kurz die Tür und kippte heißes Wasser auf die Beamten. Diese blieben unverletzt.

Der Mann zündete dann sein Bett auf dem Balkon an, die Flammen griffen auf die Balkontür und das Wohnzimmer über. Der 27-Jährige sprang kurze Zeit später aus dem Küchenfenster (die Wohnung liegt im Hochparterre). 

Die Polizei nahmen den Verwirrten fest. Aufgrund des Verdachtes, dass der Mann unter einer psychischen Erkrankung leidet, wurde er in eine Klinik gebracht. 

Die Feuerwehr hat den Brand gelöscht, der Schaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Das Anwesen wurde für die Löscharbeiten geräumt. Drei Hausbewohner zogen sich im Treppenhaus eine leichte Rauchgasvergiftung zu und kamen vorsorglich ins Krankenhaus. 

Weitere 17 Hausbewohner, darunter auch vier Kinder und vier weitere Polizisten, wurden vor Ort vorsorglich auf eine Rauchgaseinatmung hin untersucht. Das Kommissariat 13 für Brandermittlungen rückte zum Ereignisort aus und übernahm vor Ort die Ermittlungen.

kg

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