Umwelthilfe gewinnt Prozess um Diesel-Fahrverbot in Stuttgart

Umwelthilfe gewinnt Prozess um Diesel-Fahrverbot in Stuttgart

Für Säuberung wird Wasser abgelassen

Dem Olympiasee wird der Stöpsel gezogen

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Jedes Jahr das gleiche Spiel: Schweres Gerät rückt an - wie hier 2014 - und befreit den See von Schlamm und Algen

München - Es ist ein altbekanntes Problem: Algen und Schlamm im Olympiasee. Daher wird der See abgesenkt. Die Stadtwerke haben aber bereits Routine bei diesem Vorgang.

Was ist grün und stinkt nach Fisch? Fußballfans denken an den bekannten Schmähgesang gegen Werder Bremen. Diesmal aber geht’s um eine andere Plage: Der Olympiasee erstickt – und zwar an seinen Algen. Deswegen haben die Stadtwerke München (SWM) am Freitag den Stöpsel gezogen. O Weiher!

„Mindestens einmal im Jahr muss das sein“, teilt die Olympiapark GmbH mit. Um die Algen so richtig zusammenstutzen zu können, muss der Olympiasee also um etwa die Hälfte abgesenkt werden. Nur ab einer Wassertiefe von 70 Zentimetern sei es möglich, die grüne Plage abzuschneiden. Abhängig vom Klima wird demnach jedes Jahr aufs Neue entschieden, wann der Algenteppich rasiert wird. Durch die heißen Temperaturen der vergangenen Woche ist es nun so weit.

Der Olysee ist ein fast stehendes Gewässer und nährstoffreich - ideal für Algen.

Müssen Enten, Schwäne, Ruder- und Tretboote nun geschwind ans rettende Ufer? Nein. Die Verantwortlichen versichern, dass derStöpsel „nach behördlichen Vorgaben schonend und über mehrere Tage hinweg“ gezogen wird. Gestern wurde der Zulauf zum See geschlossen – die Ablaufrohre geöffnet. Die 70-Zentimeter-Marke wird aller Erwartung nach am Montagmittag erreicht. Bleibt das dann so – einmal Tümpel, immer Tümpel?

Maximal fünf Tage soll die Reinigung dauern. Je nachdem wie rasch man vorankommt, wird der normale Wasserstand bis spätestens 23. Juni wieder hergestellt. Mit dem bevorstehenden MTB-Event im Rahmen von Munich Mash habe das alles nichts zu tun, erklärt die Oly-Park GmbH.

Vielmehr handele es sich um reine Routine. Also heißt es auch nächstes Jahr wieder: Was ist grün und stinkt nach Fisch …

Tobias Scharnagl

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