Milbertshofen

Autofahrer zwingt Bus zur Schnellbremsung - zehn Verletzte

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In diesem Bus wurden zehn Fahrgäste bei einer Vollbremsung verletzt.

München - Zehn Fahrgäste werden bei der Schnellbremsung eines Linienbusses verletzt. Schuld ist ein 74-jähriger Mercedesfahrer, der zunächst einfach weiterfährt. 

Am Freitag gegen 15.00 Uhr fuhr ein 66-jähriger Busfahrer mit dem Bus der Linie 50 die Haltestelle Frankfurter Ring an und ließ seine Fahrgäste ein- und aussteigen. Nach dem Schließen der Bustüren setzte er seine Fahrt fort und fuhr den Frankfurter Ring weiter in westliche Richtung. Kurz nach dem Anfahren überholte ihn ein 74-jähriger Münchner mit seinem Mercedes auf dem linken Fahrstreifen - und wechselte unmittelbar vor ihm auf den rechten Fahrstreifen. 

Einige Fahrgäste mussten wegen Verletzungen behandelt werden.

Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste der Busfahrer stark ab, stieß jedoch mit der linken Frontschürze gegen die den rechten hinteren Kotflügel. Der 74-Jährige setzte seine Fahrt unbeirrt fort und bog nach kurzer Wegstrecke nach rechts in den Kundenparkplatz eines Discounters ein. Dort stellte er nach circa 20 Meter sein Auto ab, stieg aus, wartete einen Augenblick, und ging dann in den Discounter, ohne sich laut Polizeibericht weiter um den Unfall zu kümmern. Nach rund 15 Minuten erschien er wieder und lud seine Einkäufe ein. 

Im Linienbus waren bei der Schnellbremsung zehn Fahrgäste gestürzt und hatten sich leicht verletzt. Mehrere von ihnen wurden von Rettungswägen in Münchner Krankenhäuser zur ambulanten Behandlung gebracht. Einige begaben sich selbst in ärztliche Behandlung. 

Der 66-jährige Busfahrer und der 74-jährige Mercedesfahrer blieben unverletzt. Die bei dem Verkehrsunfall entstandene Schadenshöhe beläuft sich auf rund 3.500 €.

mm/tz

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