Reiterstaffel am Asyllager

Bayernkaserne: Flüchtlinge müssen geschützt werden

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Berittene Polizei patrouilliert vor der Bayernkaserne.

München - Die Anwohner rund um die Bayernkaserne hatten sich mehr Polizeipräsenz gewünscht. Doch nicht nur sie, sondern auch die Flüchtlinge müssen geschützt werden - vor Rechtsradikalen.

Die Diskussionen um die Zustände in der überfüllten Asylunterkunft in der Bayernkaserne nehmen kein Ende. Vor der Kaserne patrouillierten am Montag berittene Polizisten – Anwohner hatten mehr Kontrollen gefordert, da sie sich durch die Asylbewerber vor der Kaserne belästigt fühlen. Doch offenbar müssen auch die Flüchtlinge selbst geschützt werden. Nach tz-Informationen verteilten Rechtsradikale des III. Weges – laut der Extremismusstelle im Rathaus eine Ersatzplattform des Freien Netz Süd – Flugblätter in der Gegend.

Auch im Internet wird heftig Stimmung gemacht: „Meine Lösung für das Problem wäre ein Sonderzug nach Dachau“, schrieb ein 18-Jähriger in ein Facebook-Forum, das den Namen Gegen das Asylhaus in der Bayernkaserne trug. Der Gründer der Gruppe, ein 35-Jähriger, forderte die User auf: „Tut euch zusammen, zündet die Hütte an und verhaut die ordentlich, dann ist Ruhe da.“

Die Polizei ermittelte die Männer, gegen sie wird wegen Volksverhetzung und der Aufforderung zu Straftaten ermittelt. Der Gründer der Gruppe meldete die Seite auf Drängen der Polizei ab. Beschwerden von Usern an Facebook waren zuvor folgenlos geblieben. In einer anderen Gruppe hieß es: „Wenn einer von denen meine Frau oder Tochter streift, verbrenne ich ihn!“ Dort werden auch Mitteilungen der NPD-nahen BIA verbreitet. Auch vorbestrafte Rechtsradikale posteten dort, wie die Fachstelle für Rechtsextremismus im Rathaus berichtet.

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