Stadt macht sich Sorgen

Bayernkaserne: Sekten buhlen um Neumitglieder

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Sektenmitglieder verteilen vor der Bayernkaserne ihre Zeitschrift

München - Das Thema Flüchtlinge ist weiter bestimmend im Rathaus. Vorkommnisse vor der Bayernkaserne machen den Behörden Sorgen.

Das Rathaus beschäftigt sich in mehreren Punkten mit dem Thema Flüchtlinge:

Aktivitäten von Sekten vor der Bayernkaserne, wo die Regierung von Oberbayern 1400 Flüchtlinge beherbergt, rufen die CSU auf den Plan. Mitglieder einer christlichen Gemeinschaft verteilen dort ihre Zeitschrift. In der Vergangenheit wurde über Anwerbungsversuche von Salafisten unter Geflüchteten berichtet, konkrete Erkenntnisse gibt es hier nicht. „Die Gesellschaft muss diese verunsicherten und oft traumatisierten Menschen vor solchen vermeintlichen ,Heilsbringern‘ schützen“, so CSU-Stadtrat Richard Quaas.

Auch die Flüchtlingsunterkunft in der Hofmannstraße, in der 200 Menschen untergebracht sind und noch weitere 580 Menschen einziehen sollen, beschäftigt die CSU. Es gebe keine Heizung – und zum Duschen müssten die Bewohner in Container ins Freie, moniert Stadträtin Manuela Olhausen. Das Sozialreferat hat aber Radiatoren aufgestellt und plant Umbauten.

Mit mehr Flüchtlingsankünften rechnet derweil OB Dieter Reiter (SPD). Derzeit halten sich rund 11 700 Geflüchtete in München auf, Reiter rechnet bis Jahresende mit weiteren 3000 Menschen, da die Stadt 1,5 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland aufnehmen muss.

Auch die israelitische Kultusgemeinde München (IKG) will Flüchtlingen helfen. Vertreter des Vorstands besuchen am 15. November eine Unterkunft – und zu ihrem Chanukka-Fest ist ein Bunter Abend für Polizeibeamte und freiwillige Flüchtlingshelfer geplant, darunter auch IKG-Mitglieder.

Johannes Welte

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