Neue Roboter, weniger Abgase

BMW baut Lackiererei - "Neue Maßstäbe"

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Grundsteinlegung mit OB Dieter Reiter (v.r.), Werksleiter Hermann Bohrer und Aufsichtsrats-Vize Manfred Schoch.

München - Der weiß-blaue Riese rüstet auf – und soll bald grüner werden. Am Donnerstag legte BMW den Grundstein für eine neue Lackierstraße im Stammwerk am Olympiapark.

Ab Mitte 2017 sollen die neue Anlage laufen. Die investierten rund 200 Millionen Euro sollen die Wirtschaftlichkeit erhöhen und Ressourcen schonen. „Insbesondere in punkto Verbrauch, Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen wir künftig neue Maßstäbe“, sagte Werksleiter Hermann Bohrer. Der Neubau ist Teil eines Investitionsprogramms, bei dem BMW die nächsten vier Jahre mehr als eine halbe Milliarde Euro in das Stammwerk investieren will.

Auf rund 13 500 Quadratmetern werden täglich rund 1000 Karosserien der BMW 3er- und 4er-Reihe lackiert. Neue sechsachsige Roboter sorgen in Zukunft für mehr Freiheit beim Lackieren: Auf Sonderwünsche der Kunden – individuelle Farbe oder Mattlack zum Beispiel – kann man flexibler reagieren. Nicht nur bei den Robotern ändert sich etwas, auch die Arbeitskräfte aus Fleisch und Blut dürfen sich freuen: Deren Arbeitsplätze werden besonders ergonomisch gestaltet.

Die Autos werden in Zukunft mithilfe der IPP-Technologie lackiert (Integrated Paint Process), die bereits in anderen Werken in England, den USA, China sowie Dingolfing eingesetzt wird. Durch die Technik sollen Rohstoffe geschont werden: BMW gibt an, im Vergleich zur aktuellen Lackiererei den Erdgasverbrauch sowie die Abgase um 48 Prozent senken zu können. „Auch der Stromverbrauch sinkt um gut ein Viertel“, sagte Bohrer. Die Stromeinsparung pro Jahr entspricht damit dem Verbrauch von 4000 Zwei-Personen-Haushalten.

tos

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