Das sagt der Spielhallen-Chef

Frankfurter Ring: Casino-Knacker rauben 100.000 Euro

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Geschäftsführer Michael K.: „Sie haben mit einer Spitzhacke meine Automaten geknackt“

Das war ein richtiger Coup. Eine Einbrecher-Bande knackt den Casino-Safe und erbeutet 100.000 Euro. Dazu entsteht ein großer Sachschaden. Bei uns spricht jetzt der Geschäftsführer.

München - Michael K. (35) fährt mit dem Fingernagel über die Furchen an der Tür zu seinem Spielcasino. „Hier haben die Typen ihr Stemmeisen angesetzt und das Sicherheitsglas ausgehebelt.“ Der Geschäftsführer war im New-York-Urlaub, als die Einbrecher Donnerstagnacht sein Lokal am Frankfurter Ring verwüstet und ausgeräumt haben: 100.000 Euro in Bar – weg! Und noch mal 100.000 Euro Schaden an den Automaten!

Das ist die vorläufige Schätzung der Polizei. Michael K. sagt, er müsse den Schaden erst noch genau begutachten. Zurückgelassen haben die Einbrecher nur eine Spitzhacke. „Damit haben sie meine Automaten geknackt“, sagt K. Die Täter müssen das Casino gut studiert haben, glauben seine Angestellten. Celine F. (Name geändert) und ein Kollege hatten in jener Nacht Dienst. „Ein Abend wie jeder andere. Die Täter haben wohl auf dem Dach gewartet. Um 3.03 Uhr haben wir zugesperrt. Um 3.14 Uhr sind die rein.“ Das belegen die Videoaufnahmen.

Zuvor hatten die Einbrecher zwei Außen-Kameras verbogen. Anschließend hebelten sie die Tür auf und schalteten die Alarmanlage ab. Im Casino brachen sie mehr als ein Dutzend Spiel-Automaten auf. Zwei Geldwechsler. Allein ein solches Gerät kann laut K. 50.000 Euro fassen. Dazu ist ein Computer weg und ein Tresor, den die Polizei später aufgebrochen am Rande der A9 fand. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Aufnahmen zeigen drei oder vier Vermummte

Dabei hatte Michael K. vorgesorgt. Gut 20 Kameras hat er im Casino angebracht. Jeder Winkel ist überwacht. Und auch die Einbrecher wurden gefilmt. „Das hilft nur leider nicht viel, wenn die Typen komplett vermummt sind“, sagt Michael K. Drei oder vier Vermummte sehe man auf den Aufnahmen. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 089/29100 zu melden.

Michael K. ist froh, dass seine Mitarbeiter wohlauf sind. Die sind mit einem Schock davongekommen. „Gott sei Dank haben wir nichts vergessen im Laden – und mussten noch einmal umkehren“, sagt Celine F. Sie will sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, hätte sie die Einbrecher in Aktion überrascht. Am Freitagmittag laufen die Automaten im Casino schon wieder.

„Es muss weitergehen“, sagt Michael K. Er macht ein relativ neues Gesetz mitverantwortlich für den Einbruch. Spielcasinos müssten demnach in München täglich für sechs Stunden schließen. „Früher hatten wir 23 Stunden auf, dann wurde eine Stunde geputzt. Da war immer jemand da.“

Ort des Geschehens: Die Spielhalle am Frankfurter Ring.

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