Ägypta san wia Bayern

Dialekt-Führunga bei da Tut-Ausstellung

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Da Wagner Markus ­newam ­Tutanchamun seim Sarg.

Minga - Dass eahm koa Lacha auskimmt … Mia sehng an Wagner Markus (34) in der Tutanchamun-Ausstellung in da gloana Olymbbiahalle. Des hoaßt: Vor allm hean man! As Vablüffnde is, dass er im Dialekt durch de Ausstellung führt.

Auf Bairisch z Bsuach beim Ägypta-Kini, des head se gspaßig o. Awa: Wenn ma a bissl näha drüwa nochdenggd, is des gor ned so vakehrt. Da Markus, er is studiada Landesgeschichtla und gleichzeiddig Ägyptologe, sogt: „De Bayern und de oidn Ägypta ham vui gemeinsam. Zum Beispui, dass ma olle as Bier gern meng und dass ma jeweils liawa fia uns bleim.“

Da Markus macht de Dialekt-Führunga normalaweis zwoa Moi in da Woch, imma am Omd fia gleanare Grubbn. D Eindriddskartn is a weng deira wia normal (25 Euro fia Erwachsne, ermäßigt 22) – awa dafia is des aa wos Bsondas. Des merggd ma scho am Anfang, wenn da Wagner vazäid: „Da Tutanchamun war einglich a unbedeutnda Pharao, awa durchn Fund vo seim Grob hamma vui üwa de Pharaonen erfahrn.“ Mia hamma in de erschddn zehn Sekundn a bissl a komisch Gfui ghabt bei dera Führung – em, weils im Dialekt is. Awa nacha kimmt des oiss ganz organisch daher. Ois hätt ma nia wos andas ghead. Übrigns: De oidn Ägypta ham ja säiwa aa vaschiedne Dialekte gredt. Da Markus sogt: „Ma woaß des aufgrund vo Aufzeichnunga, de ma gfundn hod. Wia des alladings ausgsprocha worn is, ko ma heid nimma song. Scho alloa desweng ned, wei de Schrift bloß Konsonantn und Hoibkonsonantn wia ,j’ umfasst, awa koane Vokale.“

Gsichad san awa de In­haldde. Zum Beispui, wo ma scho beim Bier warn, der oid­ägyptische Trinkspruch: „Der Rausch vo gestern häiffd ned gegan Durschd vo heid.“ Übrigns: Es gibt no an Punggd, wo si de Bayern und de Ägypta dreffa: Beide findns ihrn Kini wichddig. Schaungs amoi rechdds …

Da Ludwig zwoa und da Tut

Kini und Kini: Mia schaung uns midanand mim Wagner Markus an Tutanchamun (1332 – 1323 v. Chr.) und an Ludwig II. (1845 – 1886) näha o.

Wohnung: Beide warns ned schlechdd dabei. Am Ludwig seine Schlössa kemma ja heid no oschaung, zum Beispui Neuschwanstein. Da Tut hod aa an gscheidn Palast ghabt, in da Näh vo Theben. Großzügig und mit bemoide Fuaßbön – awa heid is nimma vui davo üwabliem.

Gwand: Edl, logo. Oi zwoa hams prächddige Stoffe meng, da Ludwig II. zum Beispui mit Hermelin-Fäi. Bim Tut wars a bissl lufddiga, weis z Ägyptn ja hoaß is. Sei Spezialität warn übrigns Flip-Flops, wo de Feinde vo Ägyptn draufgmoid warn: So hod ers mid am jedn Schritt dabaazn kenna.

Reichtum: Do hod da Tutanchamun d Nosn vorn, und zwar gscheid. Wei: Er war ja im Prinzip a Gott. Desweng hod eahm in Ägyptn oiss, wirklich oiss ghead. Da Ludwig in Bayern hods do a wengal schwera ghabt. Eahm is ja irgndwann as Gäid ausganga, na hod er aa mim Schlössabaun aufhean miassn …

As große Geheimnis: Olle zwoa sans an mysteriösn Tod gschtorm. Da Ludwig im Starnberga See: Des is ja heid no oans vo de meistdiskutiadn Rätsl in ganz Bayern. Und beim Tutanchamun gibts aa vaschiedne Theorien. Oane sogt, er kanndd ermordet worn sei, durch an Schlog aufn Kopf. Vadächtig is da Eje, sei Nachfolga. Awa a Unfoi is aa denkbar.

Da Heichele Uli

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