Blutkrebs

Die kleine Leandra braucht dringend Spender: „Bitte rettet unser Baby“

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Trotz ihrer Krankheit ist Leandra eine Frohnatur.

Die kleine Leandra braucht täglich Thrombozyten und kann nicht zurück in ihr schimmelverseuchtes Zuhause. 

München - Nur drei Monate alt war die kleine Leandra, als ihre Eltern Ausra und Platon die niederschmetternde Diagnose bekamen: Ihr Baby hat Leukämie. Drei Chemotherapien hat das Mädchen in den letzten drei Monate über sich ergehen lassen müssen, eine wird noch folgen. Bis dahin braucht Leandra täglich Thrombozyten, die aus Blutspenden gewonnen werden, und die Familie sucht verzweifelt eine neue Wohnung: Die jetzige ist mit Schimmelpilzsporen verseucht. Leandra darf aus dem Krankenhaus niemals dorthin zurückkehren.

Nur eine Knochenmarkspende könne ihre Tochter retten, hatten de Eltern nach der Diagnose erfahren. Drei Monate schwebte die Familie zwischen Hoffen und Bangen. Dann war klar: Leandras dreieinhalbjährige Schwester Emilia ist als Spenderin geeignet.

Doch der Hoffnungsschimmer trübte sich schnell, denn plötzlich sank Leandras Thrombozytenwert stark. Ihr eigener kleiner Körper bildete Antikörper und stößt nun die wichtigen Blutplättchen ab, die die Blutgerinnung steuern. Um den Allgemeinzustand des Mädchens zu verbessern, braucht sie täglich gespendete Thrombozyten. Die Hoffnung ist, dass irgendwann die Antikörper verschwinden und Leandras Körper wieder selbst Blutplättchen produziert.

Wann immer es geht, besucht Mama Ausra sie im Krankenhaus. Nach Hause darf die kleine Patientin nicht: Die Wohnung der Familie ist mit Schimmelpilzen verseucht – eine tödliche Bedrohung für Leandras geschwächtes Immunsystem.

Vor einigen Wochen hatte das kleine Mädchen plötzlich eine heftige Virusinfektion, bekam eine Lungenentzündung und eine Blutvergiftung. Das Fieber stieg bis auf 41 Grad. Auch wenn es der Kleinen inzwischen wieder besser geht, braucht Leandra weiterhin jeden Tag die gespendeten Blutplättchen. Deshalb hat ihre Patentante Irene Wyrwa nun einen Aufruf auf der Plattform Facebook gestartet. „Leandra kann wirklich jede Spende gebrauchen“, sagt Wyrwa und seufzt. Sie versucht so viele Menschen wie möglich zu einer Vollblutspende beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zu motivieren. Denn bei der Vollblutspende wird das Blut anschließend in seine Bestandteile aufgeteilt. Das Problem: Die für das Mädchen so wichtigen Thrombozyten sind höchstens fünf Tage haltbar. Leandra braucht deshalb immer wieder neue Spenden. Nur wenn ihre Werte stabil sind, kann die Knochenmarktransplantation ein Erfolg werden.

Als wäre all das nicht schon schlimm genug, kämpft die Familie noch mit einemweiteren Problem: In ihrer Wohnung in Milbertshofen schimmelt es. „Für Leandra ist es zu gefährlich, in der Wohnung zu sein“, erklärt Patentante Irene Wyrwa. In den wenigen Tagen, in denen Leandra nicht im Krankenhaus sein muss, kommt die kleine Familie momentan bei Freunden unter. „So können sie zumindest ein wenig Zeit als Familie gemeinsam verbringen.“ Spätestens nach der Knochenmarktransplantation brauchen sie jedoch eine neue Wohnung. 

Familie in Not: Papa Platon mit der schwer kranken Leandra (links) und ihrer Schwester Emilia. Sie hoffen auf Blutspenden und eine neue Wohnung.

Auf dem umkämpften Münchner Wohnungsmarkt leichter gesagt als getan. „Die Eltern haben im Moment kaum Zeit und Kraft, nach einer Wohnung zu suchen“, berichtet Wyrwa. „Sie konzentrieren sich voll auf Leandra.“ Doch bis spätestens Anfang Oktober muss die Familie fündig werden. Die neue Wohnung sollte maximal 1300 Euro Miete kosten und im Münchner Norden liegen, bevorzugt in Milbertshofen und Umgebung, da Schwester Emilia dort in den Kindergarten geht. Außerdem braucht die kleine Familie vier Zimmer, da sich die beiden Schwestern aufgrund von Leandras Krankheit kein Zimmer teilen können. Eine Erkältung oder Infektion, die Emilia aus dem Kindergarten mitbringt, könnte für Leandra lebensgefährlich sein.

Trotz ihres schwierigen Starts ins Leben ist Leandra eine Kämpferin. „Sie ist ein sehr fröhliches Kind“, sagt Patentante Irene Wyrwa voller Stolz.

Informationen zur Blutspende und möglichen Terminen unter www.blutspendedienst.com. Wohnungsangebote an irene.wyrwa@gmx.de.

Unsere wichtigsten Geschichten aus Milbertshofen posten wir auch auf der Facebookseite „Milbertshofen - mein Viertel“

Lisa-Marie Birnbeck

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Kommentare

Oswald
(2)(0)

Liebe TZ, können Sie bitte den Artikel etwas größer rausbringen?
Das wäre super... vielen Dank!

KRM
(2)(0)

Woher kommt der Schimmel? Vermieter in die Pflicht nehmen, damit er den Schimmel entfernt?

OttoBergerAntwort
(2)(0)

Hoffentlich gibt es Hilfe!