Erinnerungsort für Olympia-Attentat

Das Rätsel um den kaputten Bauzaun

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Der Zaun am Erinnerungsort wurde umgerissen.

München - War es Vandalismus? Der Bauzaun rund um die Erinnerungsstätte für das Olympia-Attentat 1972 ist umgerissen worden. Das sagt die Polizei:

Der Bauzaun an dem künftigen Erinnerungsort für das Olympia-Attentat von 1972 ist in der Nacht auf Sonntag umgerissen worden. Anwohner des Olympiadorfes gingen von Vandalismus aus – doch die Polizei gibt Entwarnung. Nach Auskunft einer Präsidiums-Sprecherin soll der Zaun vermutlich durch Wind umgestoßen worden sein. Eine Streife hatte nach Hinweisen an der Baustelle vorbei gesehen. Am Bauwerk selbst gab es keinerlei Hinweise auf irgendwelchen Vandalismus oder sonstige Schäden, hieß es.

Die Gedenkstätte, die am Lindenhügel entsteht, soll weltweit einzigartig sein: Meterlange Flachbildschirme sollen in der rund um die Uhr zugänglichen Stätte an die Tragödie erinnern: Elf israelische Sportler und ein bayerischer Polizist waren bei der Geiselnahme während der Olympischen Spiele 1972 getötet worden. Die Lebensgeschichten der Opfer sollen in der Gedenkstätte erzählt werden. Zudem wird das Geschehen in München und Fürstenfeldbruck dargestellt.

Das rund 1,9 Millionen Euro teure Bauwerk sollte eigentlich bereits in diesem Herbst eröffnet werden, doch Anwohner-Proteste verzögerten den Baubeginn. Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es noch nicht – er soll aber 2017 sein.

sr

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