Grundsteinlegung

Knorr-Bremse: Hier entsteht das Hightech-Zentrum

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Hier entsteht ein neues Versuchs-und Entwicklungszentrum.

München - Am Konzernsitz in München (Milbertshofen) investiert Knorr-Bremse nun im großen Stil. Am Montag war die Grundsteinlegung. Für 80 Millionen Euro entsteht ein neues Versuchs-und Entwicklungszentrum.

Knorr? Nein, mit Packerl-suppen und -saucen hat dieses Unternehmen gar nichts am Hut. Knorr-Bremse unterhält über 90 Standorte in 27 Ländern rund um den Globus und ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge.

Am Konzernsitz in München (Milbertshofen) investiert die 1905 gegründete Firma nun im großen Stil. Am Montag war die Grundsteinlegung. Für 80 Millionen Euro entsteht ein neues Versuchs-und Entwicklungszentrum.

V. l.: Architekt Gunter Henn, Knorr-Bremse-Geschäftsführer Albrecht Köhler und Eigentümer Heinz Hermann Thiele.

Auf Hightech-Prüfständen werden dort künftig Komponenten für Schienen- und Nutzfahrzeuge erprobt. Mit 350 Arbeitsplätzen auf etwa 17 000 Quadratmetern Gebäudefläche möchte sich die Aktiengesellschaft fit für die Zukunft machen. Und gibt damit auch noch ein Bekenntnis zum Standort München ab. „Das Versuchs-und Entwicklungszentrum hebt die Bedeutung des Standorts München hervor“, sagt Geschäftsführer Albrecht Köhler.

Der Bau des Zentrums ist Teil eines großen Investitionsprogramms in einer Größenordnung von rund 500 Millionen Euro. Bei Knorr steht man also keinesfalls auf der Bremse. Im Gegenteil: Hier zählt nur Vollgas!

Andreas Huber

Das ist Knorr-Bremse

Gegründet im Jahr 1905 in Berlin von Georg Knorr.

Der Konzern mit Hauptsitz in München/ Milbertshofen beschäftigt weltweit etwa 20 000 Mitarbeiter.

Umsatz im Jahr 2013: 4,3 Milliarden Euro.

2013 eröffnete das Unternehmen sieben neue Standorte in den USA, Brasilien, Italien, Ungarn, Indien und Australien.

Die Klimakammer testet bei jeder Temperatur: Von Sibirien bis zur Sahara

Ob klirrende Kälte in Sibirien oder die Hitze der Wüstensonne: Auch unter härtesten Bedingungen dürfen Zugbremsen keinesfalls ihren Dienst versagen. In Klimakammern testen die Ingenieure von Knorr-Bremse Bremssysteme auf ihre Funktion. „Die Spanne reicht dabei von minus 60 Grad bis plus 80 Grad“, erläutert Pressesprecherin Eva Seifert. Die Simulationen lassen aber auch Rückschlüsse auf die Lebensdauer der Bremsen zu.

Auf den Prüfständen rumpelt’s: Abseits der Piste

Stellen Sie sich einen typischen Baustellenlaster vor: Einsätze bei jeder Witterung und auf Straßen in verheerendem Zustand. Hinzu kommen Feuchtigkeit und Schmutz. Die Bremsen müssen da schon eine ganze Menge mitmachen. „Auf unseren Prüfständen können wir sie diesen Bedingungen aussetzen“, sagt Seifert. Simulationen von Kopfsteinpflaster, Schlaglöchern, Bordsteinkanten oder unbefestigten Straßen? Alles möglich mithilfe der modernen Technik.

Hier kommen die Steuerventile unter die Lupe: Güterzug in der Halle

„Hier simulieren wir das Bremsverhalten von kompletten Güter- und Personenzügen“, sagt Seifert. Dafür einen Güterzug mit bis zu 150 Wagen auf die Schiene stellen? Viel zu aufwendig. „Der hätte eine Länge von fast 2600 ­Metern.“ Deshalb werden nicht sämtliche ­Waggons aneinandergehängt, sondern deren komplette Bremstechnik aufgebaut. „Die Schläuche der Bremsanlage entsprechen aber der ­originalen Länge“, so Seifert.

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