Ab Donnerstag im Olympiapark

Video-Rundgang durch die "Körperwelten"

München - Vor mehr als zehn Jahren galt die „Körperwelten“-Ausstellung des Leichen-Präparators Gunther von Hagens als Sensation - sie wühlte auf und spaltete die öffentliche Meinung. Jetzt gastiert die Ausstellung wieder in München.

Was die einen als revolutionär und aufklärerisch priesen, war für andere eine unzulässige moralische Grenzüberschreitung. An diesem Donnerstag (10. April) kommt die „Körperwelten“-Ausstellung wieder nach München. Bis zum 7. Oktober werden im Olympiapark rund 200 speziell präparierte Leichen und Leichenteile gezeigt, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten.

Von Hagens hat das sogenannte Plastinationsverfahren für Leichen entwickelt: Flüssigkeit und Fett werden entfernt und gegen Kunststoffe ausgetauscht. Nach eigenen Angaben hatte er bisher weltweit 37 Millionen Besucher in seinen Ausstellungen. Bereits 2003 war er mit seinen Exponaten nach München gekommen. Damals hatte das Kreisverwaltungsreferat versucht, die Ausstellung zu verbieten, war aber vor Gericht gescheitert. „Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass diese Art von Umgang mit Leichen ethisch und moralisch nicht vertretbar ist“, sagte Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle vor der erneuten Ausstellung in München. Er akzeptiere aber, dass die Gerichte anders entschieden hätten.

dpa

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