Hick-Hack um ÖPNV-Ausbau im Norden

Kommentar: Fahrlässiges Spiel mit Münchens Zukunft

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Peter T. Schmidt.

Eine neue Tram oder eine neue U-Bahn - was wäre für den wachsenden Münchner Norden die bessere Lösung? Anwohner und Parteien sind sich nicht einig und so passiert - nichts. Peter T. Schmidt kommentiert. 

Das Muster ist nur zu vertraut: Alle wissen – und spüren zunehmend –, dass der Nahverkehr in München ausgebaut werden muss. Doch im stark ideologisch geprägten Wettstreit zwischen Tram-Fraktion und U-Bahn-Befürwortern geschieht – nichts. Man blockiert sich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, während die Stadt dem Verkehrsinfarkt entgegentaumelt. 

Ein Blick auf die Wachstumsprognosen entlarvt diese Art der Klientelpolitik als fahrlässiges Spiel mit Münchens Zukunft. Viel zu lange haben die Verantwortlichen das Thema Nahverkehr auf die lange Bank geschoben und damit die Chance aus der Hand gegeben, das langfristig Beste zu planen. Nun gebietet die nackte Not, das Schnellstmögliche zu tun. Das dürfte im Fall der Nordtangente eine Tram sein – ungeachtet der Frage, ob in Jahrzehnten einmal eine U-Bahn dazukommen könnte. Für dieses Projekt gilt ebenso wie für die überfällige Entlastungs-U-Bahn U 9: Die Stadt muss zum Tempo des U-Bahn-Baus in den 60er-Jahren zurückfinden, wenn sie nicht am unvermeidlichen Wachstum ersticken will. Am Geld darf das nicht scheitern. Auch, wenn der Stadtrat dafür so manches politisch motivierte Wunschprojekt wird zurückstellen müssen. 

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zum Thema: Neue U-Bahn- oder Tram-Verbindung für den Münchner Norden?

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