Er gab sich als Drogenfahnder aus

Mann (23) zerrt 16-Jährige am Harthof ins Gebüsch

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Amtsanmaßung: Sedat G. (23, li.) gab sich am Harthof als Drogenfahnder aus Foto.

München - An seine Tat kann sich Sedat G. (23) nicht erinnern. Wie auch? Er hatte die Nacht zuvor durchgesoffen, als er am 1. Juni 2013 gegen 7.45 Uhr eine Schülerin (16) am Harthofer U-Bahnhof ansprach.

Er gab sich als Drogenfahnder aus. „Darfst du schon rauchen?“, fragte er zunächst und zeigte einen weiß-blauen Aufkleber vor – das reichte, damit das Mädel ihn als Polizisten ansah. Danach wurde der zweifache Vater anzüglich: „Hattest du schon Geschlechtsverkehr“, fragte er – und zerrte sie von der Rolltreppe in ein Gebüsch. Dort langte er mit seiner Hand hinten in ihre Hose und griff ihr danach an die Brust. Als sie sich heftig wehrte, verschwand er. Seine DNA an ihrer Strumpfhose überführte den vorbestraften Täter aber.

Vor Gericht räumte er am Donnerstag alles ein. „Es war nicht mehr als eine List“, argumentierte Verteidiger Christian Gerber. Amtsrichterin Karin Jung verurteilte Sedat G. aber wegen sexueller Nötigung mit Gewalt und Amtsanmaßung zu einem Jahr und vier Monaten. Auf Bewährung! Sein Glück: Der Aushilfskoch wird dieser Tage zum dritten Mal Vater.

thi

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