Streit in Wohnheim eskaliert

Messerstecherei in München endet mit Blutbad

München - Ein Streit ist in einem Arbeiterwohnheim in Milbertshofen extrem eskaliert: Ein 26-Jähriger wurde von seinem Mitbewohner niedergestochen. Es gibt noch einen zweiten Verletzten.

Im Zimmer eines Arbeiterwohnheimes an der Schleißheimer Straße kam es laut Polizei am Mittwoch gegen 23.50 Uhr zu einer massiven körperlichen Auseinandersetzung. Mehrere Bewohner gerieten aneinander.

Aus einer zunächst verbalen Meinungsverschiedenheit zwischen vier Bewohnern des Zimmers entwickelte sich schließlich eine gewalttätige, offensichtlich auch unter Verwendung eines Stichwerkzeuges geführte Auseinandersetzung. Dabei wurde einer der Beteiligten, ein 26-jähriger Lette, von seinem 49-jährigen Kontrahenten durch Stiche und Schläge schwer verletzt. Der Mann mußte mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden. Er ist zwischenzeitlich außer Lebensgefahr. Der 49-Jährige erlitt ebenfalls Schlag- und Schnittverletzungen und mußte daher auch in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Mordkommission ermittelt

Die beiden ukrainischen Mitbewohner hatten rechtzeitig das Zimmer verlassen und verständigten den Rettungsdienst. Der Anlass des Streites ließ sich bislang nicht feststellen. Der von der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags beantragte Haftbefehl gegen den 49-Jährigen wurde am Freitag, 10.07.2015, vom Ermittlungsrichter erlassen. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

dor

Rubriklistenbild: © dpa

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