In Milbertshofen

Tödlicher Unfall am Montagmorgen: Mädchen (9) von Lastwagen erfasst

+
Die Unfallstelle an der Moosacher/ Ecke Schleißheimerstraße.

Am Montagmorgen hat es an einer der Hauptverkehrsadern in München einen schrecklichen Unfall gegeben. Ein neun Jahre altes Mädchen wurde dabei tödlich verletzt.

München - Am Montagmorgen kam es an der Moosacher Straße, Ecke Schleißheimerstraße, zu einem tödlichen Unfall. Ein Mädchen (9) war gegen 7.40 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Weg zur Schule und fuhr auf dem Radweg auf der Schleißheimerstraße Richtung stadteinwärts. An der Kreuzung zur Moosacher Straße hielt es neben einem stehenden Lastwagen an. Beide fuhren laut Polizeisprecher bei Grün los. Beim Abbiegen übersah der 43-jährige Lkw-Fahrer das Kind und erfasste es mit dem Fahrzeug. 

Ersthelfer begannen auf der Straße mit der Reanimation, Rettungskräfte lösten sie ab und brachten das Kind unter dauernder Herz-Kreislauf-Massage ins Krankenhaus.

Doch das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt und starb kurz darauf in der Klinik. Die Angehörigen des Mädchens werden psychologisch betreut. Der Lkw-Fahrer befindet sich ebenfalls in Betreuung des Kriseninterventionsteams. 

Polizisten bergen das Fahrrad des Mädchens.

Die Moosacher Straße war in westliche Richtung bis circa 11 Uhr zur Unfallaufnahme gesperrt.

Drücken Sie auf Facebook Ihr Beileid aus:

ADFC fordert Verkehrsminister Scheuer zum Handeln auf 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) nahm diesen tragischen Unfall in München und einen ähnlichen Unfall in Hamburg, bei dem eine 32-jährige Radfahrerin starb, zum Anlass für einen Appell: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) solle angesichts zunehmender tödlicher Unfälle mit Lastwagen eine „Task Force“ bilden. Scheuer müsse sich sofort bei der EU-Kommission für die verpflichtende Einführung von elektronischen Lkw-Abbiegeassistenten einsetzen, forderte der ADFC.

„Abbiegende Lkw sind eine Todesfalle für Radfahrende“, sagte ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork am Montag. Seit Jahresbeginn habe es 15 durch Lastwagen getötete Radfahrer gegeben. „Der Verkehr auf unseren Straßen ist für Radfahrende knallhart - so hart, dass oft nur Hochleistungs-Radfahrer eine Chance haben, an Kreuzungen schnell genug weg zu kommen, um nicht von Lkw niedergemäht zu werden.“

Gerade im städtischen Verkehr könnten Unfälle von Laster mit Radfahrern oder Fußgängern besonders schwerwiegend sein, erklärte der Verband der Automobilindustrie am Montag. In vielen Situationen seien vor allem Radfahrer mit den vorhandenen Spiegeln für Lkw-Fahrer nur kurz oder schwer zu erkennen. Abbiegeassistenten könnten solche Gefahrensituationen mit Hilfe von Sensoren zuverlässiger erkennen und den Fahrer warnen.

München will schlimmste Stellen entschärfen

Allein im Jahr 2016 starben 19 Menschen in München an den Folgen von Verkehrsunfällen, 526 wurden schwer verletzt. Die Stadt München plant nun die schlimmsten Unfallstellen - eine davon ist der Frankfurter Ring - zu entschärfen. Für das kleine Mädchen kommen diese Maßnahmen allerdings zu spät.

Die wichtigsten Berichte aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Milbertshofen - mein Viertel“

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Dieser Luxus-Laden verlässt die Maximilianstraße
Dieser Luxus-Laden verlässt die Maximilianstraße
Radl-Staffel in München soll Jagd auf Radl-Rambos machen, aber ... 
Radl-Staffel in München soll Jagd auf Radl-Rambos machen, aber ... 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion