Der Jüngste war erst 15

Schläge und Elektro-Schocks: Jugend-Bande „feiert“ Gewalt-Orgie

Eine regelrechte Gewalt-Orgie haben mehrere Jugendliche in Milbertshofen veranstaltet. Sie zogen durch die Straßen und griffen sich wahllos Passanten, um sie mit Elektro-Schockern und Schlägen zu traktieren.

München - In der Nacht von Freitag auf Samstag, 20. auf 21. April, ist es in Milbertshofen zu drei tätlichen Auseinandersetzungen mit mehreren Beteiligten gekommen. Das berichtet die Münchner Polizei. Zunächst ging um 22.10 Uhr über den Notruf eine Mitteilung ein, dass sich in der Knorrstraße mehrere Personen prügeln würden. Der Anrufer gab vor Ort an, von acht Personen geschlagen worden zu sein. Diese Personen konnten jedoch nicht mehr angetroffen werden. 

Gegen 01.10 Uhr rief erneut ein 18-jähriger Münchner den Notruf der Polizei an. Er gab an, dass am Korbinianplatz eine Schlägerei stattfindet. Der leichtverletzte 18-Jährige verweigerte laut Polizei jedoch die Zusammenarbeit. 

Nur kurze Zeit später, gegen 01.15 Uhr, wurde eine erneute Schlägerei mitgeteilt. Eine Gruppe von etwa 15 Jugendlichen war an der Bushaltestelle Frankfurter Ring/Knorrstraße auf einen 19- und einen 20-jährigen Mann losgegangen. Die beiden Männer waren in der Bushaltestelle gesessen, als die Jugendlichen begannen sie zu treten und mit Elektro-Schockern zu verletzten.

Sie griffen auch Frauen an

Auch eine 21-jährige Versicherungskauffrau wurde mit einem Elektro-Schocker angegriffen. Nach diesem scheinbar wahllosen Angriff auf die drei Personen flüchteten die Jugendlichen laut Polizei in drei Fahrzeugen. Fünf Jugendliche konnten im Rahmen einer eingeleiteten Sofortfahndung festgenommen werden. Zwischen den Opfern und Tatverdächtigen besteht keinerlei Vorbeziehung. Die fünf Festgenommenen sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Die Eltern der beiden Minderjährigen wurden verständigt. 

Die Mobiltelefone der Tatverdächtigen wurden zur Beweissicherung beschlagnahmt. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen entlassen bzw. den Erziehungsberechtigten übergeben. Die übrigen flüchtigen Täter konnten noch nicht ermittelt werden. Das Kommissariat 23 hat die Ermittlungen aufgenommen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Rainer Jensen

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