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Projekt nimmt Fahrt auf

Seilbahn am Frankfurter Ring: Reiter will eine Entscheidung noch im Dezember

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So könnte die neue Seilbahn in München aussehen.

Das Seilbahn-Projekt am Frankfurter Ring nimmt Fahrt auf. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will noch im Dezember eine Entscheidung für eine Machbarkeitsstudie im Stadtrat.

München - Die nächste Seilbahn-Idee kommt aus Germering. SPD-Politiker Klaus-Peter Müller hatte unlängst eine Trasse ins Spiel gebracht, die seine Heimatstadt mit Pasing verbindet. „Das Umland darf sich bei solchen Projekten nicht abhängen lassen. Ich bin voll überzeugt von der Seilbahn. Wir können den ÖPNV damit wirklich bereichern“, sagt der Kommunalpolitiker auf Anfrage des Münchner Merkurs*.

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Ob sich diese Idee für eine Gondel realisieren lässt, liegt aber an München, genauer gesagt am Pilotprojekt einer Seilbahn am Frankfurter Ring. Für die 4,5 Kilometer lange Trasse als Direktverbindung zwischen dem Osten und dem Westen wird es eine Machbarkeitsstudie geben, die noch im Dezember vom Münchner Stadtrat beschlossen werden soll. Das verriet Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf Anfrage.

Weitere Strecken vorstellbar 

„Wenn die Studie erfolgreich ist, kann ich mir gut weitere Strecken vorstellen, auch in die Gemeinden in der Region.“ Finanzielle Unterstützung für die Studie kommt vom Freistaat. Ex-Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte dies bereits versprochen, ihr Nachfolger, Hans Reichhart (CSU), erneuerte jetzt die Zusage gegenüber unserer Zeitung. „Ich stehe den Ideen für ein Seilbahnprojekt im Stadtgebiet München aufgeschlossen gegenüber.“

In der Studie soll eruiert werden, ob sich eine Seilbahn-Trasse in das Nahverkehrskonzept integrieren lässt, ob das Verkehrsmittel wirtschaftlich betrieben werden kann und tatsächlich in der Lage ist, den ÖPNV zu entlasten. Andernfalls wäre ein solches Projekt kaum förderfähig. Reiter ist derweil überzeugt. „Ich finde die Idee einer urbanen Seilbahn nach wie vor spannend. Sie kann eine wichtige Tangentialverbindung im Netz des Nahverkehrs sein und ist zudem schneller realisierbar als beispielsweise eine Tram- oder U-Bahn.“ 

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Und der Zeitfaktor wird künftig zunehmen eine Rolle spielen. Aktuelle Prognosen des Planungsreferates gehen davon aus, dass das Straßennetz 2030 zu 100 Prozent ausgelastet sein wird (wir berichteten). Weitere Vorteile sieht Reiter darin, dass Seilbahnenn „nur wenig Fläche am Boden beanspruchen und ökologisch fahren sowie für Fahrgäste barrierefrei zugänglich sind“.

Seilbahn-Hype in München

Um die Vorteile wissen freilich auch andere Politiker. In und um München ist daher ein regelrechter Seilbahn-Hype ausgebrochen. Immer mehr Standorte waren zuletzt im Gespräch: Unter anderem gab es Initiativen für Seilbahntrassen von der Dülferstraße zum Kieferngarten, von Engelschalking nach Riem, von Dachau nach Moosach oder Feldmoching oder von Freiham nach Aubing. Und eben von Germering nach Pasing.

„Für mich steht fest, dass wir neue öffentliche Verkehrsmittel brauchen, die die Straßen und Gleise nicht noch mehr verstopfen“, sagt Kommunalpolitiker Klaus-Peter Müller. Die Seilbahn-Fahrt von Germering nach Pasing wäre mit circa 20 Minuten zwar deutlich länger als mit der S-Bahn, Aber: „Seilbahngondeln fahren kontinuierlich, daher fallen praktisch keine Wartezeiten an“, sagt der Müller. Die Trasse soll in Harthaus beginnen und könnte Freiham an die Innenstadt anbinden.

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Judith Bauer

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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