Israel schränkt Zugang zum Tempelberg wieder ein - Neue Gewalt befürchtet

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Feucht-fröhlicher Abend

Sommernachtstraum: Regen - na und?

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Rock’n’Regen beim Sommernachtstraum: Glücklich, wer unterm Stadiondach saß oder einen Schirm dabeihatte. Immerhin: Am Schluss gab’s das Feuwerk zum optischen Aufwärmen.

München - Famoser Auftakt, furioses Finale: Der zehnte Münchner Sommernachtstraum im Olympiapark hat’s in sich gehabt, und das trotz des Sauwetters.

Anheizer: Haindling.

Mit Haindling als Anheizer ging es am späten Samstagnachmittag bei schwülwarmen Temperaturen gut los: Die bayerische Kultband sorgte mit einem zünftigen Greatest-Hits-Programm (inklusive funky Bass-Solo in Du Depp und Schuhplattler-Einlage in Hau ruck) für gute Stimmung im Olympiastadion. „Sauber war’s mit euch“, rief Frontmann Hans-Jürgen Buchner (69) zum Abschied in die riesige Runde. Dieses Kompliment geben wir gern zurück!

Spritzig-locker: Amy Macdonald.

Anschließend präsentierte die Schottin Amy Macdonald (26) mit einer etwas lärmigen Band eine Auswahl ihrer fluffigen, eingängigen, unprätentiösen Lieder – von This is the Life bis 4th of July. Dabei kämpfte sie tapfer gegen den ungünstig abgemischten Sound und die Apathie des Publikums, das sie immer wieder zum Mitmachen animierte. Sympathiepunkte sammelte sie durch spritzige, selbstironische Moderationen im Glasgower Dialekt. Ein Höhepunkt ihres Auftritts: der brandneue, ganz allein an der Gitarre vorgetragene Song Prepare to fall.

Gefühlvoll: Xavier Naidoo.

Doch die meisten Zuschauer haben offenbar nur auf Xavier Naidoo gewartet – und der enttäuscht seine Fans tatsächlich nicht. Mit einem druckvollen Musiker-Quartett und einer perfekt ausgesteuerten Tonanlage im Rücken legt er einen starken 105-Minuten-Auftritt hin. Dass es dabei in Strömen gießt, tut der glänzenden Stimmung im Stadion keinen Abbruch: Eine Welle der Emotionen schwappt hin und her – es gibt eine Tränenflut bei Andreas Gabaliers Amoi seng ma uns wieder, ein Lichtermeer bei Sie sieht mich nicht und eine Mitsing-Orgie bei Ich kenne nichts.

Nur das überflüssige Dubstep-Intermezzo, bei der Naidoos schöne, sanfte Soul-Stimme von elektronischem Schnickschnack zermalmt wird, sorgt für Kopfschütteln. Ansonsten alles souverän wie gewohnt. Manche Liedtexte wandelt Naidoo angesichts des heftigen Dauerregens ab: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und nass“, singt er etwa. Sichtlich gerührt bedankt er sich bei den knöcheltief im Wasser ausharrenden Fans: „Ich unterschreibe dann morgen eure Krankmeldungen.“

Pünktlich zum Beginn des Feuerwerks hört der Regen auf. Vor der Kulisse des Sees erleben 46.000 Zuschauer ein 35-minütiges, von Christian Czech klug konzipiertes und choreografiertes Spektakel.

M. Schmidt

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