Über 10.000 Euro Schaden

Abenteuerliche Geschichte um Lottogewinn: Betrüger legen Rentner rein

Eine wahre Räuberpistole haben zwei Betrüger einem Rentner aufgetischt - und ihn so um mehr als 10.000 Euro gebracht. Die Geschichte drehte sich um einen Lottogewinn von 5,8 Millionen Euro. 

München - Wie die Polizei berichtet wurde der indische Rentner (65) bereits am Donnerstag, 23. März 2017, gegen 10.45 Uhr, auf dem Gehweg zwischen Frankfurter Ring und Riesenfeldstraße von einem englischsprechenden Mann angesprochen. Der Unbekannte fragte ihn nach einem Anwalt und ob er ihm helfen könnte. Während des Gesprächs kam ein zweiter Mann hinzu. Der zweite Mann überzeugte den 65-Jährigen davon, dass der andere wirklich ein Problem hätte und sie ihm auf alle Fälle helfen müssten. 

Er erzählten dem Rentner, der Mann hätte am 18. Februar 5,8 Millionen Euro im Lotto gewonnen. Zum Beweis zeigte er einen Lottoschein vor. Er könne das Geld aber nicht selbst abholen, weil er sich illlegal in Deutschland aufhalte. Er brauche nun jemanden, der dies für ihn übernimmt, er sei auch bereit dafür zu bezahlen - und zwar 500.000 Euro. Der zweite Mann erzählte, dass der 65-Jährige und er alles für ihn erledigen würden und bot dem falschen Lottogewinner an, dass er selbst zwei Millionen von seinem Gewinn erhält und der Rest zwischen ihm und dem 65-Jährigen aufgeteilt wird. Auf dieses Vorgehen einigten sich die drei.

Der falsche Lottogewinner forderte jedoch eine Sicherheit für seinen Lottoschein. Diesbezüglich forderte er von jedem 30.000 Euro ein. Nachdem der 65-Jährige angab, dass er höchstens 10.000 Euro beschaffen könnte, wollten sie zu den jeweiligen Banken fahren, um das Geld abzuholen. 

An der Schleißheimer Straße hielten sie an und der dazugekommene Mann stieg aus. Kurze Zeit später kam er tatsächlich mit einem Kuvert mit 10.000 Euro Bargeld zurück. Anschließend fuhren sie zu der Bank des 65-Jährigen in die Korbinianstraße. Unterwegs übergab der 65-Jährige seine Uhr, sein Bargeld und seine Halskette als Sicherheit für den falschen Lottogewinner. 

Nachdem auch der 65-Jährige 10.000 Euro von seinem Konto abgehoben hatte, legten sie das gesamte Bargeld und den Schmuck in das Handschuhfach des Pkw.

Plötzlich fasste sich der falsche Lottogewinner an die Brust und klagte über starke Schmerzen. Der 65-Jährige bot daraufhin an, zu ihm nach Hause zu fahren, um ihn mit Schmerztabletten und Wasser zu versorgen. Dort angekommen begab sich der Münchner in seine Wohnung, während die beiden Männer im Auto warteten. Als er kurze Zeit später zurückkam, waren die Männer mit dem Bargeld und dem Schmuck verschwunden. 

Bei dem Trickbetrug ist dem 65-jährigen Münchner ein Schaden von weit mehr als zehntausend Euro entstanden. 

T äterbeschreibung:

Täter 1: Männlich, ca. 55 Jahre alt, ca. 170 cm groß, kräftige Figur, rundes Gesicht, dunkler Teint, graue kurze Haare, Drei-Tage-Bart, asiatische Erscheinung, sprach Englisch. Bekleidet mit Jeans und dunklem Pullover. Stellte sich als Hr. Nika aus Pokora/Nepal vor und wohnt in Haar. 

Täter 2: Männlich, ca. 40 Jahre alt, ca. 168 cm groß, schlanke Figur, rundes Gesicht, dunkler Teint, asiatsiche Erscheinung, sprach Englisch. Bekleidet mit dunkler Hose, grün-orange karierter Jacke und braun karierter Kappe. Er gab sich als Hr. Sharma aus Goa/Indien aus und gab an, dass er in der Vogelhartstraße wohnt. Die beiden waren mit einem beigen Hyundai unterwegs. 

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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