Stadt muss genehmigen

Gefahrenstellen: Der 18-Punkte-Plan für Radler

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Die Schallschutzmauer auf der Südseite des Petuelrings macht den Radweg dunkel, schlecht einsehbar und damit gefährlich. Der Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart schlägt deshalb einen Radweg auf der Nordseite vor.

Im wachsenden Münchner Norden nimmt der Fahrradverkehr immer mehr zu – und mit ihm wachsen die Gefahren. Die Lokalpolitiker haben 18 Punkte zur „Verbesserung der Radsituation“ ausgearbeitet.

München - 18 Verbesserungsvorschläge an 18 Orten im Stadtteil: Die Mitglieder des Bezirksausschusses (BA) Milbertshofen-Am Hart wollen ihren Bezirk für Radfahrer sicherer machen. Auf der jüngsten Sitzung wurde allen Punkten mehrheitlich zugestimmt. Gestellt hatten das gemeinsame Antragspaket die SPD, die Grünen, die Freien Wähler und die ÖDP.

„Wir sind im letzten Jahr den ganzen Stadtbezirk mit dem Rad abgefahren“, erklärte SPD-Fraktionssprecherin Susanne Schneider-Geyer. 35 Punkte haben die Lokalpolitiker bei ihrer Radtour gemeinsam abgeklappert. Auch ein Mitarbeiter des Planungsreferats sei mit dabei gewesen, berichtete Schneider-Geyer. Anschließend hatten sich die drei Fraktionen intern auf 18 Punkte geeinigt, die sie im Bezirksausschuss im April erstmals vorstellten. Weil der Antrag so umfangreich war, wurde die Abstimmung darüber jedoch in die Mai-Sitzung vertagt.

Bei vielen der Punkte geht es um Straßenquerungen, um bessere Beschilderung an Gefahrenstellen und um Baumaßnahmen, die besonders gefährliche Kreuzungen entschärfen sollen. Wir stellen fünf zentrale Verbesserungsvorschläge vor:

Schallschutzmauer am Petuelring:

Der Radweg, der südlich des Petuelrings entlangführt, sei zu dunkel, schlecht einsehbar und aufgrund des Verkehrslärms könne es vorkommen, dass Hilferufe nicht gehört werden, sagen die Antragsteller. Schuld sei vor allem die Schallschutzmauer auf der südlichen Seite zwischen Lerchenauer Straße und Schleißheimer Straße. Der Vorschlag: ein Radweg für beide Fahrtrichtungen auf der Nordseite des Petuelrings.

Auffahrt auf den Kusocinskidamm:

Im Olympiapark ist es schwer, von der Ebene der Connollystraße den höher gelegenen Kusocinskidamm zu erreichen. Der Damm verbindet Olympiadorf und Olympiaeinkaufszentrum miteinander. Die Lokalpolitiker fordern daher eine Auffahrt für Radfahrer und Fußgänger.

Kreuzung Milbertshofener Straße/Schleißheimer Straße: 

Eine besonders gefährliche Stelle für Radfahrer im Stadtteil ist derzeit die Überquerung der Schleißheimer Straße, wenn man über den „Äußeren Radlring“ aus östlicher Richtung aus der Milbertshofener Straße kommt. Der hohe Bordstein behindere hier die Weiterfahrt und sei auch erst im letzten Moment zu erkennen, heißt es in dem Antrag. Lösungsvorschlag: eine Bordsteinabsenkung.

Fahrradweg an der Weyprechtstraße:

Eine „komplette bauliche Neugestaltung“ wünscht sich der BA an der Weyprechtstraße zwischen Schleißheimer Straße und Hugo-Wolf-Straße. Weil dort Autos auf dem Radweg parken, bleibt für Radler nicht genug Platz. Wenn ein Autofahrer seine Tür öffnet, muss der Radler ausweichen. Zur Lösung des Problems soll der Fußgängerweg verschmälert und der Radweg verbreitert werden – dafür müssten allerdings Randsteine und Straßenbelag entfernt und Straßenlaternen versetzt werden.

Übergang von der Neuherbergstraße zur Panzerwiese:

Der West-Ost-Fahrradweg entlang der Panzerwiese ist schon jetzt eine wichtige Route für Radfahrer. Allerdings fehlt eine Verbindung des Radwegs zur Neuherbergstraße, über die Radler zum Radschnellweg in Nord-Süd-Richtung gelangen könnten. Vor allem für Radler mit dem Ziel Knorrstraße oder BMW-Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) wäre eine Verbindung der beiden Strecken ideal, weshalb der Bezirksausschuss für einen Übergang plädiert.

Die 18 Punkte werden nun dem Planungsreferat der Stadt zur Prüfung vorgelegt.

Caspar von Au

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