Leben und Arbeiten am Olympiapark

Milbertshofen

Blick zum Olympiaturm
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Der Olympiapark ist ein beliebter Ort für Veranstaltungen aller Art

Münchens Stadtteil Milbertshofen ist bereits vom Weiten durch den 290 Meter hohen Olympiaturm sowie die futuristische BMW-Firmenzentrale auszumachen. Am Fuße des Turms wartet Milbertshofen ganzjährig mit unterschiedlichsten Veranstaltungen auf.

München – Milbertshofen ist ein Stadtteil der bayerischen Landeshauptstadt, in dem sich Wohnen, Arbeiten und Freizeit hervorragend miteinander verbinden lassen. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Milbertshofen: Ein Münchener Stadtteil mit olympischer Geschichte

Erstmalige Erwähnung fand Milbertshofen, damals Ilmungeshoven, Mitte des 12. Jahrhunderts. Graf Konrad I. von Valley schenkte das Gebiet einem Kloster, das daraus einen Viehhof machte. Der Ort hatte mehrere Namenswechsel, von Mulmantzhofen über Mülmetzhofen bis hin zu Milberzhofen im Jahr 1468. 1658 kaufte Kurfürst Maximilian II. Emanuel die Siedlung. Aus dem damals kleinen Ort wurde erst ab 1800 der spätere Münchner Stadtteil. 1910 wurde Milbertshofen zur Stadt, drei Jahre später folgte die Eingemeindung nach München. Im Jahr 1972 fanden die Spiele der XX. Olympiade in München statt. Das Konzept für „Olympische Spiele im Grünen“ wurde von einem Architekturbüro auf dem damaligen Oberwiesenfeld, heute das Olympiagelände, umgesetzt.

Nach dem Ende der Spiele wurde das Olympiadorf der Männer in eine Wohnsiedlung umfunktioniert. Das Olympiadorf für die Frauen wurde erst zu einem Studentenwohnheim, musste jedoch ab Ende 2007 aufgrund von Bauschäden abgerissen werden.

Milbertshofen: Lage des Münchener Stadtteils

Milbertshofen liegt im Norden Münchens südlich der Wohnsiedlung Am Hart. Er wird durch den Petuelring von Schwabing getrennt. Dank zweier U-Bahn-Linien, Bus- sowie Tram-Linien ist die Innenstadt schnell zu erreichen. Milbertshofen gehört zum Stadtbezirk 11 Milbertshofen-Am Hart. Der Stadtteil ist dicht bebaut, verfügt jedoch im Westen über große Grünflächen. Die Olympischen Spiele von 1972 hinterließen mit dem Olympiastadion, dem Olympiapark sowie dem Olympischen Dorf einen bleibenden Eindruck in der Optik dieses Stadtteils. Heute umfasst der 11. Stadtbezirk eine Fläche von 1.341 Hektar und ist somit einer der größten der bayerischen Landeshauptstadt.

Milbertshofen: Besonderheiten des Stadtteils

Langweilig wird es in Milbertshofen niemandem, denn der Münchener Stadtteil bietet eine Vielfalt an Aktivitäten und Besonderheiten.

  • Entspannung finden Münchens Einwohner und Touristen im Petuelpark. Während der Verkehr unter ihnen durch den Petueltunnel rollt, können sie auf einer Fläche von 7,4 Hektar picknicken oder flanieren. Diverse Themengärten laden zum Entdecken ein und der Skulpturen-Parcours bietet Kunst in freier Natur.
  • Im Kulturhaus Milbertshofen am Curt-Mezger-Platz finden das ganze Jahr über Konzerte, Ausstellungen und Vorträge statt. Dort probt auch das Akademische Sinfonieorchester München. Das Kulturhaus entstand im Rahmen von „Soziale Stadt“. Ziel des Stadtrats war es, in Milbertshofen einen Ort für kulturelle und soziale Aktivitäten zu schaffen. Die Grundsteinlegung erfolgte 2002.
  • Der Olympiapark ist ein beliebter Ort für Veranstaltungen aller Art. Jeden Sommer finden sich beispielsweise beim Tollwood Festival rund 900.000 Menschen ein, um Live-Musik, Performances, Kunst, Handwerk und kulinarische Genüsse zu genießen.

Milbertshofen: Sehenswürdigkeiten des Münchener Stadtteils

Der größte Teil des Olympiaparks samt Stadion mit Zeltdachkonstruktion und Turm mit Weitblick gehört zum Stadtbezirk Milbertshofen. Eine Besonderheit ist das Olympische Dorf mit seiner heute ikonischen Architektur. Autos fahren hier unterirdisch, die Arkaden verfügen über bunte Hochrohre und die Grünflächen werden nur von den Bewohnern genutzt.

In Milbertshofen stehen mehrere fünfgeschossige Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie sind beispielsweise in der Riesenfeldstraße, der Schleißheimer Straße oder am Anhalter Platz zu finden.

Am Petuelring in Milbertshofen liegen die Unternehmenszentrale und das Stammwerk des deutschen Autobauers BMW. Hier befinden sich ein Museum, in dem die Geschichte BMWs präsentiert wird, sowie die Erlebnisstätte der BMW-Welt.

Unweit des BMW-Turms liegt inmitten des Olympiaparks das Denkmal für die Opfer des Münchner Olympia-Attentats im Jahr 1972 in Form eines Klagebalkens. Die Skulptur trägt die Namen der elf getöteten Sportler und wurde vom deutschen Bildhauer Fritz Koenig geschaffen.

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