Günter R. vor Gericht

1,2 Millionen veruntreut: Er schiebt die Schuld auf seinen Sohn

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Günter R. (71) am Landgericht.

München - 40 Jahre lang war Günter R. (71) im Immobiliengeschäft tätig, wickelte etliche Geschäfte ab. Nun sitzt der Ingenieur aber in Häftlingskluft auf der Anklagebank des Landgerichts. Denn er soll insgesamt 1,2 Millionen Euro veruntreut haben.

Kurios: Die Schuld schob Günter R. auf seinen Sohn. Dieser – und nicht er selbst – habe das Geld beim Verkauf von Ferienwohnungen im italienischen Grado einbehalten. Die Staatsanwaltschaft hingegen wirft dem Ingenieur vor, zwischen 2011 und 2012 die Kaufpreisraten von fünf Kunden absprachewidrig nicht an seinen italienischen Vertragspartner weitergeleitet zu haben, was er bestreitet.

„Meine Kunden habe ich nicht geprellt“, behauptet Günter R. Stattdessen erzählt er eine abenteuerliche Geschichte: Sein Sohn habe ihn als Geschäftsführer der gemeinsamen Firma entmachtet, die Firmencomputer gesperrt und am Telefon nicht mehr geantwortet. Zudem habe der Junior bekanntgemacht, dass er künftig allein Geschäftsführer des Unternehmens sei und der Vater nichts mehr zu sagen habe. Erst danach habe die Gesellschaft die Raten einbehalten.

Das Urteil fällt am 28. September.

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