400 Millionen Euro: Deutsches Museum wird saniert

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Erneuerung gesichert: Das Deutsche Museum in München.

München - Wenn der Zahn der Zeit am Gemäuer nagt, gehen auch die namhaftesten Adressen zugrunde: Für das Deutsche Museum in München ist Rettung in Sicht - 400 Millionen Euro für die Sanierung sind jetzt sicher.

Die Erneuerung von Gebäuden und Ausstellungen des Deutschen Museums in München ist nach jahrelangem Tauziehen gesichert. Bund und Länder einigten sich in Berlin am Dienstag auf ein 400 Millionen Euro umfassendes Finanzierungsmodell, wie das Museum und die Staatskanzlei in München mitteilten. Demnach zahlen Bund und Freistaat Bayern je 180 Millionen Euro, 40 Millionen Euro kommen von privaten Spendern.

Das mit rund 1,4 Millionen Besuchern pro Jahr meistbesuchte Museum Deutschlands war vom schleichenden Aus bedroht, weil ein Sanierungsprogramm fehlte. Zum einen war das 85 Jahre alte Gebäude teilweise baufällig geworden; der Brandschutz ist nicht mehr zeitgemäß. Zum anderen sind Ausstellungen veraltet und müssen dringend aktualisiert werden. Außerdem sollen die Depots für Ausstellungsstücke, die derzeit an mehreren Orten verteilt sind, zusammengeführt werden. Vor allem im Keller des Museums auf der Museumsinsel sind die Exponate von Feuchtigkeit bedroht. Die Unternehmensberatung McKinsey schätzte die Kosten für die Generalüberholung des Museums bereits vor einigen Jahren auf bis zu 400 Millionen Euro. Bereits im vergangenen Jahr bekam das Museum für erste dringende Fassaden- und Dachsanierungen 29 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II.

Die Zusage für die Bundesmittel gab laut Museum Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bei einer Präsentation des Museums in Berlin. An dem Termin hatten Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) und der Generaldirektor des Deutschen Museums, Wolfgang Heckl, teilgenommen.

“Damit ist die Zukunftsinitiative für das Deutsche Museum auf eine gesicherte Grundlage gestellt“, kommentierte Seehofer laut Mitteilung die Zusage. “Die Sammlung mit Weltruf auf der Münchner Museumsinsel bietet Technik zum Anfassen und ist mit jährlich 1,4 Millionen Besuchern aus aller Welt Aushängeschild von nationaler Bedeutung“, sagte der Ministerpräsident. “Nur ein hohes Niveau in Wissenschaft und Forschung garantiert die Zukunftsfähigkeit unseres Landes und sichert die Arbeitsplätze von morgen.“

Der 1925 errichtete Museumsbau auf einer Isar-Insel wurde nach den Bombardements im Zweiten Weltkrieg nur notdürftig zusammengeflickt und nie grundsaniert.

dpa

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