180 Millionen Euro: Das ist das neue Stellwerk

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Mit einem Klick dabei: Dr. Volker Hentschel, Leiter der Deutschen Bahn AG (stehend) und Chef-Fahrdienstleiter Harry Fabian schließen das High-Tech-Stellwerk an.

München - Endlich! Das Mammutprojekt ist gestemmt – und der Bahnhof Pasing hat ein neues Stellwerk! Und das hat gekostet: Etwa 180 Millionen Euro gab die Deutsche Bahn für das Super-High-Tech-Stellwerk aus.

Denn: Pasing ist einer der ersten Bahnhöfe mit einem elektronischen Stellwerk. In den fünftgrößten Bahnhof Bayerns fahren täglich 1200 Züge ein – mit 85 000 Fahrgästen. Da verliert man schnell mal den Überblick! Das große elektronische Stellwerk ersetzt nun gleich fünf mechanische Stellwerke. Das, was letzte Woche noch riesige Maschinen gesteuert haben, wird jetzt mit Computerbildschirmen und ein paar Mausklicks gemanagt.

Bis es aber soweit war, musste am am vergangenen Wochenende der komplette Bahnhofsbereich gesperrt werden. Die Folge: Der gesamte Schienenverkehr auf der Strecke kam von Freitag bis einschließlich Montag zum Stillstand. Da brauchte man als S-Bahn-Pendler schon einen dicken Geduldsfaden. Rund 160 Ersatzbusse und 80 Serviceberater waren im Einsatz, um den fehlenden Schienenverkehr zu ersetzen. Innerhalb der 78 Stunden schlossen mehr als 300 Mitarbeiter das Stellwerk an das Bahnsystem an. Doch der Aufwand hat sich bezahlt gemacht: Am Dienstagmorgen wurde das neue Stellwerk dann in Betrieb genommen!

„Gut 80 Prozent des neuen Systems ist automatisch gesteuert.“, sagt Chef-Fahrdienstleiter Harry Fabian. „Wir greifen nur in Sonderfällen ein.“ Auch sei das elektronische Stellwerk viel belastbarer als das mechanische. So komme es zu weniger Verspätungen bei den Zügen. Außerdem gibt es keine großen Störausfälle mehr.In diesem Sinne: Eine gute Fahrt!

Johannes Nebauer

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