Millionen veruntreut: Milde Strafe

München - Er hat rund 15 Millionen Euro veruntreut. Bestraft wurde ein ehemaliger Top-Manager von Siemens am Mittwoch dafür wie ein kleiner Dieb.

Götz S. (68) war elf Jahre lang der Chef der Medizinsparte des Weltkonzerns. Er ließ Gelder in schwarze Kassen fließen, unter anderem über eine Scheinfirma in Dubai. Laut Staatsanwalt Christoph Adacker wurde ein Teil des Geldes für „diskrete Zahlungen“ – sprich Schmiergelder – an Beamte in Russland verwendet. Der Angeklagte habe sich bewusst nicht an die firmeninternen Vorgaben gehalten: „Der Schaden trat bei der Siemens AG in München ein.“

Vor dem Münchner Landgericht legte Götz S. am Mittwoch ein Teilgeständnis ab. Dafür bekam er lediglich eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung. Als Auflage muss er 130 000 Euro bezahlen – 100 000 davon für soziale Zwecke.

Ebu.

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