Ministrant Martin: So war meine Messe mit dem Papst

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Martin Bauer (27, rechts oben), Priester-Seminarist aus München war am Donnerstagabend Ministrant bei der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. im Berliner Olympiastadion.

München - 61.000 Gläubige waren am Donnerstag bei der Papst-Messe im Berliner Olympiastadion. Und Martin Bauer (27), Priester-Seminarist aus München, kam dem Heiligen Vater als Ministrant ganz nahe. Seine Eindrücke:

Live-Ticker zum Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI.

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"Der Höhepunkt war für mich am gestrigen Donnerstag natürlich, als ich als einer von einer von 1.500 augewählten Minsitranten bei der Messe mit dem Heiligen Vater im Berliner Olympiastadion ministrieren durfte. Per Internet habe ich mich schon vor Wochen als Ministrant für die Papstmesse beworben. Voraussetzung war, dass man entweder Ministrant ist - oder Seminarist wie ich. Mir wurde zwar signalisiert, dass es klappen könnte. Aber dass ich tatsächlich ministrieren darf, habe ich definitiv erst gestern in Berlin erfahren.

Der Papst feiert Heilige Messe im Olympiastadion

Der Papst feiert Heilige Messe im Olympiastadion

Um 14 Uhr war für die ausgewählten Ministranten Treffpunkt im Olympiastadion. Wir haben uns dann eingekleidet und wir gingen zu einem von den übrigen Gläubigen abgetrennten Bereich, wo wir drei Stunden gewartet haben. Dort wurden wir auch verpflegt und wir haben uns mit einem Rahmenprogramm auf die Messe vorbereitet. Dann haben wir Ministranten uns auf der Tartanbahn aufgestellt.

Der Papst in Deutschland: Bilder vom Freitag

Der Papst in Deutschland: Bilder vom Freitag

Die Ankunft von Papst Benedikt im Olympiastadion war wirklich spitze. Er ist im Papmobil direkt an uns vorbeigefahren. Ich hätte das Papamobil sogar berühren können, wenn ich meine Hand ausgetreckt hätte. DIe ganzen Ministranten haben nur noch gejubelt. Das Papamobil hat mehrach angehalten. Papst Benedikt XVI. hat Babys geküsst und gesegnet. In einem Block neben uns waren 6.000 Gläubige aus Regensburg. Die haben beim Einzug des Papstes "Benedetto" gerufen und immer besonders laut gejubelt, wenn der Papst ein Kind gesegnet hat. Das war schon sehr beeindruckend!

Der Papst in Deutschland: Die ersten Bilder

Der Papst in Deutschland: Bilder vom Freitag

Die Nacht haben wir dann bei Gasteltern in einer Berliner Pfarrei verbracht. Die Papst-Rede im Bundestag konnte ich gestern leider nicht verfolgen. Allerdings habe ich die Rede heute Morgen in der Zeitung nachlesen können und sie hat mir wirklich sehr gefallen. Ich finde, der Papst hat mit dieser geistig wirklich sehr fundierten Rede den Abgebordneten ein Schnippchen geschlagen, die ihm zuvor so kritisch gegenüberstanden. Auch die Predigt während der Heiligen Messe fand ich sehr gut. Dieser Papst ist ein Mann des Wortes und er schafft es, die Menschen mit seinen Worten zu begeistern. Man merkt: Er will bei seinem Deutschlandbesuch Akzente setzen."

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