Missbrauch in 200 Fällen - Vater drohte mit Suizid

München - 200 Mal soll ein Vater seine Tochter bis 2006 sexuell missbraucht haben. Der Mann bestreitet das. Angezeigt wurde er erst vergangenes Jahr.

Der Vater bestritt vor dem Münchner Landgericht, seine Tochter von deren 14. Lebensjahr an regelmäßig missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Missbrauch in 200 Fällen zwischen 2002 und 2006 vor. Mindestens einmal pro Woche soll der 46-Jährige von der Schülerin in der Wohnung oder im Gartenhäuschen sexuelle Handlungen verlangt und ihr dafür Beträge zwischen 10 und 50 Euro gegeben haben.

Die junge Frau hatte ihren Vater erst im vergangenen Jahr angezeigt. Er sagte beim Prozessauftakt, seine Tochter habe sich an ihm rächen wollen. Er und seine zweite Frau hätten die heute 23-Jährige nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes wegen mehrerer Diebstähle und ihrer Faulheit aus dem Haus geworfen.

Nach der Scheidung ihrer Eltern war die Tochter zunächst bei der Mutter geblieben, mit der sie aber laut Anklage nicht zurecht kam. Als Neunjährige kam sie zu ihrem Vater und dessen zweiter Frau. Fünf Jahre später soll es zu den ersten sexuellen Übergriffen gekommen sein.

Im Gartenhaus habe er die Tür abgesperrt und die Jalousien herunter gelassen, die Wohnungstür mit einer Kette verriegelt. Laut Anklage setzte der Mann die Schülerin psychisch unter Druck. Ihnen beiden drohe „immenser Schaden“, wenn sie nicht schweige. In diesem Fall werde er sich umbringen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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