Ausraster nach Disko-Besuch

Versuchter Mord nach Ärger in der Disko?

München - Ein 27-Jähriger muss sich wegen versuchten Mordes vor dem Münchner Landgericht verantworten. Er hatte nach dem Rauswurf aus einer Diskothek einen Mann mit einer abgebrochenen Flasche angegriffen.

Ein Mann hat vor dem Münchner Landgericht zugegeben, wegen eines Rauswurfs aus der Disko einen Mann mit einer abgebrochenen Flasche angegriffen zu haben. Er habe so seinen Ärger abreagieren wollen, sagte der Angeklagte am Donnerstag. Der angetrunkene 27-Jährige hatte damals einen Bekannten der Türsteher nur leicht am Hals getroffen, weil das Opfer sich blitzschnell abwandte. Er habe den 30-Jährigen nicht töten wollen, versicherte der Angeklagte, der des versuchten Mordes beschuldigt wird.

Der arbeitslose Verkäufer hatte bei dem Disko-Besuch in der Nacht zum 22. Mai 2011 ausgerechnet die Freundin eines der Türsteher belästigt. Die Folge war sein Rausschmiss. Der Mann zerschlug zwei Bierflaschen, um „für den Notfall“ bewaffnet zu sein und stellte einen der Türsteher zur Rede. In das Streitgespräch bezog er auch das danebenstehende spätere Opfer ein und stieß schließlich mit dem Flaschenhals nach dem Mann.

Der Angeklagte ist wegen Körperverletzung vorbestraft und verbüßt derzeit eine Haftstrafe wegen einer früheren Gewalttätigkeit. Gegen ihn wird voraussichtlich an sechs Tagen verhandelt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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